Irland gestern und heute - Ein Streifzug durch die irische Geschichte der letzten vierzig Jahre

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Karten für diese Veranstaltung sind an der Abendkasse erhältlich.

Dienstag, 12. März 2019 19:00–21:15 Uhr

Kursnummer 801009WF
Dozent Ralf Sotscheck
Datum Dienstag, 12.03.2019 19:00–21:15 Uhr
An-/Abmeldeschluss 12.03.2019
Gebühr 10,00 EUR
Ort

Altes Lehrerseminar
Freckenhorster Str. 43
48231 Warendorf
Aula / 2. OG

Kursort

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Die Iren sind überall. 70 Millionen Menschen in aller Welt berufen sich heute auf irische Wurzeln. Jedes zweite irische Kind, das im 20. Jahrhundert geboren wurde, ist später ausgewandert, die meisten in die USA. Irland hatte nach der Teilunabhängigkeit 1922 kein Geld, in Arbeitsplätze und Infrastruktur zu investieren. Der Freistaat Irland „war, wirtschaftlich gesehen, nicht mehr als die Guinness-Brauerei und ein großer Bauernhof“, wie die Irish Times einmal schrieb.
Die Zeiten änderten sich in den Neunzigerjahren, das Armenhaus Europas mutierte zum „keltischen Tiger“. Zwischen 1994 und 2001 fiel die Arbeitslosenrate von 16 auf 4 Prozent. Aus dem Auswandererland wurde ein Einwandererland, zwischen 2006 und 2008 stieg die Einwohnerzahl um ein Viertel. 2008 kam die Bankenpleite, Irland musste unter den Rettungschirm der Europäischen Union.
Die Dubliner Regierung verabschiedete in Anbetracht der wirtschaftlichen Krise drastische Sparhaushalte, Auswanderung und Arbeitslosigkeit stiegen wieder. Inzwischen hat sich die Insel erholt und konnte den Rettungsschirm verlassen.
Das irische Wirtschaftswunder ist den US-Firmen zu verdanken, die einen Fuß in die Europäische Union bekommen, aber vor allem Steuern sparen wollen.
Die Gelder, die aus dem EU-Topf überwiesen wurden, sind vor allem in die Verbesserung der Infrastruktur und in Bildung gesteckt worden. Die Iren sind „gute Europäer“. Sie haben die EU-Verträge stets abgesegnet und die Direktiven aus Brüssel wortgetreu umsetzt. Die Grüne Insel, die einst als unbürokratisch und locker im Umgang mit Behörden galt, ist längst zum Land der Formblätter geworden. Das ist der Preis des Aufschwungs, finden die Iren.
Die Iren orientieren sich heute in alle Richtungen. Brüssel bestimmt zunehmend den Alltag, aus den USA werden – mit fünfjähriger Verspätung – bestimmte Trends importiert, wie das Rauchverbot, und mit Großbritannien ist man kulturell und auch wirtschaftlich aufs Engste verbunden. Deshalb blickt man in Irland mit großer Sorge auf den Brexit, denn er wird erhebliche Folgen für die Grüne Insel haben.

Ralf Sotscheck
Geboren im April 1954 in Berlin-Lankwitz. 1976 und 1977 Aufenthalt in Belfast als Deutsch-Assistenzlehrer. 1984 nach dem Studium an der Freien Universität Berlin Diplom als Wirtschaftspädagoge. Seit 1985 als Irland-Korrespondent mit Sitz in Dublin für die Tageszeitung taz; zwei Jahre später auch für Großbritannien zuständig. Sotscheck schreibt seit mehr als 25 Jahren eine wöchentliche Kolumne für die Satireseite der taz. Außerdem Fernseh- und Radiobeiträge sowie rund 30 Bücher über irische und britische Themen.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Deutsch-Irischen Freundeskreis Warendorf e.V.


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