Veranstaltungen & Vorträge
Ob gesellschaftspolitische, kulturelle oder (regional-)geschichtliche Vorträge, Lesungen, Filme, Exkursionen und Informationsabende: die VHS Warendorf hat jedes Semester die unterschiedlichsten Einzelveranstaltungen im Bildungsprogramm. Mit diesen Formaten – in Präsenz, mit der VHS unterwegs oder von überall aus im digitalen Raum - wird das Kursangebot der VHS durch attraktive Einzeltermine ergänzt.
Kurse (74)
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Stephan Lebert: „Der blinde Fleck. Die vererbten Traumata des Krieges – und warum das Schweigen in den Familien jetzt aufbricht“
Die Schoah und das Ende des Zweiten Weltkriegs liegen weit zurück, es leben nur noch wenige Zeitzeugen und Zeitzeuginnen. Ihre Vergangenheit jedoch hinterlässt bis heute Spuren in den Familien. Geprägt durch eine Katastrophe, die sie nicht selbst erlebt haben, haben viele Nachkommen der Täter, Komplizen, Handlanger, Mitläufer und Opportunisten seelische Wunden, deren Ursachen sie oft nur vage kennen: zwischenmenschliche Kälte, Schuldgefühle, Ängste, Einsamkeit, ein Gefühl der Entwurzelung. In vielen Familien sind bleiernes Schweigen, verdrängte Erinnerungen, wohlgehütete Geheimnisse, hartnäckige Lügen allgegenwärtig – ein erdrückendes Erbe, dessen Gift bis heute wirkt. Doch nun bricht dieser Panzer des Schweigens auf: Da sie keine Konfrontation mit den Großeltern oder Eltern mehr fürchten müssen, recherchieren immer mehr Menschen ihre Familiengeschichte und spüren nach, wie sich diese auf die eigenen Lebensmuster ausgewirkt hat. Der Trauma- und Stressexperte Louis Lewitan und der preisgekrönte Journalist Stephan Lebert schreiben anhand von ergreifenden Gesprächen mit Betroffenen über die ebenso schwierige wie befreiende Auseinandersetzung mit der Last der eigenen Familiengeschichte. Ein Beitrag zur deutschen Erinnerungskultur, der aktueller denn je ist. Auf Einladung der VHS Warendorf kommt Stephan Lebert am 02.11.2026 nach Warendorf, um aus dem Buch zu lesen und mit den interessierten Teilnehmer*innen in den Austausch zu gehen.
Zum Referenten:
Stephan Lebert, Jahrgang 1961, besuchte die Deutsche Journalistenschule in München. Ab 1985 arbeitete er bei der „Süddeutschen Zeitung“, danach folgte ein Jahr beim „Spiegel“, und von 1999 bis 2004 war Stephan Lebert leitender Redakteur beim „Tagesspiegel“ in Berlin. Heute arbeitet er als Redakteur für besondere Aufgaben bei der Wochenzeitung „Die Zeit“. Er wurde mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis ausgezeichnet. Im Jahr 2000 veröffentlichte Stephan Lebert das Sachbuch „Denn Du trägst meinen Namen“ über das Erbe prominenter Nazi-Kinder mit Porträts von seinem Vater, dem SZ-Journalisten Norbert Lebert. 2002 gab er gemeinsam mit seiner Mutter Ursula Lebert, einer langjährigen „Brigitte“-Autorin, die Reportagen-Sammlung „Du bist mein Augenstern. Was die Zeit aus Ehen macht“ heraus.
Veränderungsstress. Warum tun sich Gesellschaften mit Veränderungen so schwer?
Der Vortrag beschäftigt sich mit der Frage, wie Menschen Veränderungen wahrnehmen und wie unterschiedliche Gruppen auf sozialen Wandel reagieren.
Es soll gezeigt werden, dass ein Teil unserer gegenwärtigen Konflikte mit der starken Dynamisierung der Gesellschaft zu tun haben.
Es wird auch diskutiert, wie sich Kontinuitätsbedürfnisse und Veränderungsanforderungen miteinander kombinieren lassen.
Steffen Mau ist Professor für Makrosoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und Direktor des Max-Planck-Instituts zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen.
2021 erhielt er den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Seine Bücher Ungleich Vereint. Warum der Osten anders bleibt (2024) sowie die gemeinsam mit Thomas Lux und Linus Westheuser verfasste Studie Triggerpunkte. Konsens und Konflikt in der Gegenwartsgesellschaft (2023) standen monatelang auf der Sachbuch-Bestenliste und auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste. Für Ungleich Vereint erhielt er außerdem den Bayrischen Buchpreis 2024 und stand auf der Shortlist für den Sachbuchpreis des Norddeutschen Rundfunks.
Taiwan - Reisereportage mit Ulrich Fälker
„Ilha Formosa!“ – „schöne Insel!“ soll ein portugiesischer Seefahrer begeistert gerufen haben, als er die Insel vor der Küste Chinas zu Gesicht bekam. Recht hatte er! Taiwan ist mit seinen steilen und schroffen Gebirgszügen, den tiefen Schluchten und wilden Küsten von faszinierender Schönheit.
Aber Taiwan ist mehr: Ein Ort mit wechselvoller Geschichte und einer jungen Demokratie. Ein Raum mit großer kultureller Vielfalt, in dem viele Sprachen zuhause sind. Eine Insel, auf der dicht besiedelte Ebenen und quirlige Großstädte im krassen Gegensatz zu einsamen Hochgebirgen stehen. Ein Land voller Traditionen, in dem die Vielfalt der Religionen in zahllosen Tempeln und Schreinen ihren Ausdruck findet. Ein Land der Moderne, geprägt durch Technologie-Konzerne, die weltweit führend sind. Ein Land mit sehr freundlichen Menschen, das eine Reise wert ist!
Lange nur am Rande wahrgenommen, rückt Taiwan durch den Konflikt mit China und seine Bedeutung für den Weltmarkt auch hierzulande in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses.
Mit dem Fahrrad um die Insel, mit dem Auto über schroffe Passstraßen, zu Fuß auf einsamen Bergpfaden, mit Flugzeug und Boot zu entlegenen Inseln, unterwegs mit dem Motorroller oder ausgebremst im Zentrum eines Taifuns: Reisen auf Taiwan ist ein besonderes Abenteuer.
Es wird eine Pause geben, in der Getränke erworben werden können.
Moderne Hypnosetherapie - Chancen und Grenzen
Um den Begriff Hypnosetherapie ranken sich viele Gerüchte und Missverständnisse, daher soll der Vortrag die Grenzen und Chancen der modernen Hypnosetherapie aufzeigen. Zunächst werden einige Beispiele über die Nutzung eines Trancezustandes in der Geschichte der verschiedenen Kulturen gezeigt und die Weiterentwicklung vom Einsatz des Trancezustandes hin zur modernen Hypnosetherapie. Es wird erklärt, bei welchen Problemen und Indikationen die Hypnosetherapie zum Einsatz kommen kann, wie eine „Sitzung“ ungefähr abläuft und wo Grenzen zu sehen sind. Besonders häufig gestellte Fragen zur Hypnosetherapie, die meist auf Missverständnissen beruhen oder von der sog. „Showhypnose“ geprägt sind, werden beantwortet.
Gemeinsames und Kurioses unter den Sprachen Europas
Wir machen uns auf eine Rundreise durch die Eurolinguistik, jene Wissenschaft, die nach den Gemeinsamkeiten unter den Sprachen Europas sucht.
Wir durchstreifen die Gebiete Wortschatz, Grammatik, Aussprache, Schreibung und Kommunikationsgepflogenheiten.
Wie drückt sich die europäische Sichtweise im Wortschatz aus? Aus welchen Sprachen haben die Europäer gerne Wörter übernommen?
Welche typischen Grammatik-, Aussprache- und Schreibkonventionen gibt es? Welche Gepflogenheiten gibt es beim Austausch miteinander?
Und: auf welche Kuriositäten stoßen wir?
Joachim Grzega ist einer der führenden Eurolinguisten.
Er leitet an der VHS Donauwörth den Projektbereich “Innovative Europäische Sprachlehre (InES)” und lehrt an der Universität Eichstätt.
Götz Aly: Wie konnte das geschehen? Deutschland zwischen 1933 bis 1945
Götz Aly zählt zu den bekanntesten Autoren zur Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocaust. In seinem 2025 erschienenen Buch „Wie konnte das geschehen? Deutschland 1933-1945“ widmet sich Aly den Herrschaftsmethoden, mit denen die NS-Machthaber Millionen Deutsche in gefügige Vollstrecker oder in vom Krieg abgestumpfte Mitmacher verwandelten – und von denen nicht wenige beängstigend aktuell sind.
Denn in einer schweren Krise wurde die NSDAP 1932 zur mit Abstand stärksten Partei gewählt. Bald konnte sie die Macht übernehmen und auf wachsende gesellschaftliche Zustimmung bauen. Hitler brauchte den Krieg – das Volk fürchtete sich davor. Dennoch terrorisierten schließlich 18 Millionen deutsche Soldaten Europa. Wie kam es dazu? Warum beteiligten sich Hunderttausende an beispiellosen Massenmorden?
Die Antwort ist vielschichtig. Die NSDAP versprach den Deutschen Aufstieg und Wohlstand, zugleich hielt man die Menschen in Bewegung, keine Atempause, keine Zeit zum Nachdenken, so ging es Richtung Krieg. Als der Glaube an einen Sieg nachließ, wurde aus der Volksgemeinschaft eine Verbrechensgemeinschaft. Jeder konnte wissen, welche Schuld die Deutschen auf sich luden, die Angst vor dem, was nach einer Niederlage geschehen würde, wurde bewusst geschürt.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Bündnis „Warendorf zeigt klare Kante“ statt.
Zum Autor
Götz Aly ist Historiker und Journalist. Er arbeitete für die »taz«, die »Berliner Zeitung« und als Gastprofessor. Seine Bücher werden in viele Sprachen übersetzt. 2002 erhielt er den Heinrich-Mann-Preis, 2003 den Marion-Samuel-Preis, 2012 den Ludwig-Börne-Preis. Bei S. Fischer erschienen von ihm u.a. 2011 »Warum die Deutschen? Warum die Juden? Gleichheit, Neid und Rassenhass 1800-1933« sowie 2013 »Die Belasteten. ›Euthanasie‹ 1939-1945. Eine Gesellschaftsgeschichte«. Im Februar 2017 erschien seine große Studie über die europäische Geschichte von Antisemitismus und Holocaust »Europa gegen die Juden 1880–1945«. Für dieses Buch erhielt er 2018 den Geschwister-Scholl-Preis.
Preise:
Heinrich-Mann-Preis für Essayistik der Akademie der Künste Berlin 2002
Marion-Samuel-Preis 2003
Bundesverdienstkreuz am Bande 2007
National Jewish Book Award, USA 2007
Ludwig-Börne-Preis 2012
Estrongo Nachama Preis für Zivilcourage und Toleranz 2018
Geschwister-Scholl-Preis 2018
Studienfahrt zur Wewelsburg in Büren
Am Samstag, den 7. November 2027, bietet die Volkshochschule eine Studienfahrt zur Wewelsburg bei Büren an. Die markante, dreieckige Burganlage ist heute eine zentrale Erinnerungs- und Gedenkstätte und ein bedeutender Lernort zur Geschichte des Nationalsozialismus.
Die Wewelsburg steht exemplarisch für die Verflechtung von Ideologie und Gewalt: Einerseits planten die Nationalsozialisten hier ein ideologisches Zentrum der SS, andererseits entstand in unmittelbarer Nähe ein Konzentrationslager. Als Ort der Täter wie der Opfer eröffnet die Wewelsburg einen eindringlichen Zugang zur Geschichte des NS-Regimes.
Im Mittelpunkt des Besuchs steht die Dauerausstellung „Ideologie und Terror der SS“, die auf über 850 m² die Geschichte der Wewelsburg im Nationalsozialismus umfassend dokumentiert. Sie verknüpft lokale Ereignisse mit übergeordneten historischen Zusammenhängen und macht die Mechanismen von Herrschaft, Propaganda und Verfolgung anschaulich nachvollziehbar.
Eine fachkundige Führung begleitet die Gruppe durch die Ausstellung. Darüber hinaus werden Perspektiven eröffnet, sich vertieft mit Einzelschicksalen auseinanderzusetzen: Wer waren die Menschen, die hier wirkten – als Täter oder als Opfer? Biografische Zugänge ermöglichen es, individuelle Lebenswege nachzuvollziehen und historische Entwicklungen besser zu verstehen.
Neben dem geführten Programm bleibt Zeit für eigene Erkundungen sowie für Austausch und Diskussion in der Gruppe.
Die Studienfahrt richtet sich an alle, die sich für Geschichte und politische Bildung interessieren und sich intensiv mit Fragen von Verantwortung, Erinnerungskultur und demokratischen Werten auseinandersetzen möchten.
Es handelt sich bei der Studienfahrt um eine Kooperation der VHS Warendorf mit der VHS Reckenberg-Ems.
Gebühr: 30,- € p. P.
Leistungen:
·Busfahrt ab Warendorf Bahnhof über Rheda-Wiedenbrück nach Büren/Wewelsburg und zurück
·Eintritt und Führung in der Wewelsburg
·Begleitung durch die Volkshochschule
8:30 Uhr ab Warendorf Bahnhof. Die Rückkehr ist für ca. 19 Uhr geplant.
Rigoletto - Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi
Ein Witz mit ganz schlechtem Ausgang: Rigoletto scherzt, pfeift auf politische Korrektheit und macht Witze auf Kosten anderer, ohne besondere Konsequenzen – bis er deswegen vom Grafen Monterone verflucht wird. Diesen Fluch nimmt Rigoletto sehr ernst – im Gegensatz zu seinem Chef, dem charmanten Herzog von Mantua, der das Leben ohne Einschränkungen zu genießen weiß: Frauen, Alkohol, Spiele, wilde Partys – alles, was ihm gerade gefällt.
Gilda, die kindlich-naive Tochter Rigolettos, ist sein nächstes Opfer. Der verzweifelte Vater lässt die Entehrung Gildas nicht unbeantwortet und schmiedet Rachepläne: Er beauftragt einen Profi-Killer, um sich des Herzogs zu entledigen. Doch er weiß nicht, dass Gilda bereit ist, sich selbst für den Herzog zu opfern. Eines lernt Rigoletto auf grausame Weise: Wer zuletzt lacht, lacht am besten.
Die 1851 in Venedig uraufgeführte Oper sollte den Beginn der sogenannten „trilogia popolare“ markieren und Giuseppe Verdi als Opernkomponisten etablieren. Alles hat dazu beigetragen: Eine geniale Partitur mit einem Hit nach dem anderen, eine unschlagbar theatralische Vorlage („Le roi s’amuse“ von Victor Hugo), ein beachtlicher Zensur-Skandal und herrliche Stimmen der Uraufführung. Bis heute gilt „Rigoletto“ als ein Meisterwerk Verdis und ist aus dem Repertoire kaum wegzudenken.
Die aus der Ukraine stammende Regisseurin Kateryna Sokolova, die bisher an zahlreichen Häusern inszenierte, unter anderem am Theater an der Wien, an der Staatsoper Nürnberg und der Oper Graz, ließ sich in ihrem Konzept von der Welt Oscar Wildes und dem viktorianischen London des Fin de Siècle inspirieren und präsentiert den bildreichen, verführerischen Rigoletto-Kosmos in seiner schwelgerischen Mischung aus Opulenz und Einsamkeit.
Leitung: Jörg Siegel (Kultur-Freundeskreis Telgte e.V.)
Preis: Die Tickets kosten inklusive Busfahrt & Eintritt 82,- € p.P.
Treffpunkt und Abfahrt: Sonntag den 08. November 2026,
in Warendorf: 15:15 Uhr, Bahnhof Warendorf
in Telgte: 15:45 Uhr, Rathaus-Vorplatz Telgte (von der Bushaltestelle auf der Rathausseite/Vorplatz (Fahrtrichtung Norden).
Beginn der Aufführung ist 18:00 Uhr
Möglichkeit zur Öffentl. Einführung um 17:15 Uhr
Rückfahrt erfolgt nach Ende der Veranstaltung, Ankunft gegen 22:00 bis 22:30 Uhr.
Anmeldung und weitere Informationen bei der VHS in Telgte, Kapellenstr. 2, 48291 Telgte, Tel.: 02504 – 2153.
VHS-Kurs-Nr.: 212701TT-262 – www.vhs-warendorf.de
Trump und die MAGA-Bewegung
"Gibt es einen Trumpismus ohne Trump?
Wie wird sich die MAGA-Bewegung angesichts der immer eklatanter werdenden Führungsschwäche des alternden Präsidenten weiterentwickeln?
Wie sieht es in der MAGA-Bewegung intern aus?
Der Vortrag zeichnet ein Innenbild der rivalisierenden Strömungen der trumpistischen Szene in den USA im Umfeld der anstehenden Zwischenwahlen und analysiert die Stärkeverhältnisse innerhalb der rechten Szene in den USA."
Michael Hochgeschwender lehrt Nordamerikanische Kulturgeschichte, Empirische Kulturforschung und Kulturanthropologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Wie einfach kann ein lebendes System sein?
Die Biologie definiert die Zelle als kleinste Einheit des Lebens. Aber selbst die einfachsten Zellen auf der Erde sind unglaublich komplex, so dass es praktisch unmöglich ist, sie in ihrer Gesamtheit zu verstehen.
Auch haben wir noch immer keine Kenntnis davon, wie die erste Zelle überhaupt entstanden sein könnte.
Aus diesem Grund versuchen wir, wesentliche Prozesse des Lebens aus einfachen biologischen Bausteinen nachzubilden, um eine Vorstellung von den physikalischen und chemischen Bedingungen zu bekommen, die notwendig sind, damit aus einem chemischen System ein biologisches System wird.
Dazu verwenden wir den Ansatz der Synthetischen Biologie, der zelluläre Systeme in einzelne Funktionsmodule zerlegt, die unabhängig voneinander untersucht werden können.
Von besonderem Interesse für uns ist die Funktion der Zellteilung.
Derzeit wird versucht, ein möglichst einfaches molekulares System aufzubauen, das in der Lage ist, sogenannte Membranvesikel, die einfachsten Modelle von Zellhüllen, autonom in zwei Tochterzellen zu teilen. Zu diesem Zweck verwenden wir einige Proteinsysteme aus E. coli-Bakterien.
Petra Schwille studierte Physik und Philosophie und promovierte 1996 an der TU Braunschweig mit einer Dissertation am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, Göttingen, bei Nobelpreisträger Manfred Eigen. Im Jahr 2002 nahm sie einen Ruf auf eine Professur für Biophysik am neu gegründeten BIOTEC-Zentrum der TU Dresden an. Seit 2012 ist sie Leiterin der Abteilung Zelluläre und Molekulare Biophysik am MPI für Biochemie und Honorarprofessorin für Physik an der LMU München. Sie ist u.a. Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften – acatech.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) statt.
Prof. Dr. Alexander Bosse: Schillers Schädel – eine Spurensuche
Alles begann 21 Jahre nach Schillers Tod (9. Mai 1805). Am 13. März 1826 steigt Weimars Bürgermeister Carl Leberecht Schwabe in das „Landschafts-Cassen Leichengewölbe“ auf dem Jacobs-Friedhof. Er sucht die Nr. 52, das ist der Sarg mit Schillers Gebeinen. Da er scheitert, birgt er nach mehreren Grabungen 23 Schädel. Bürgermeister Schwabe erkennt in dem größten Schädel den Friedrich Schillers.
Der Schädel wird schließlich in der Großherzoglichen Bibliothek aufbewahrt, in einem dafür angefertigten, verschließbaren Behälter. Doch es entwickelte sich ein Gelehrtenstreit um die Echtheit des Schädels, der bis in die Jetzt-Zeit reicht. Denn zuletzt sollte eine DNA-Analyse klären, welcher Schädel der echte Schädel von Friedrich von Schiller ist.
In seinem Vortrag stellt Prof. Dr. Alexander Bosse, Pathologe und Telgter Neubürger, die interessanten Details des Streits um Schillers Schädel vor.
Los geht es um 19 Uhr.
Zum Hintergrund:
Schiller, geboren am 10.11.1759, gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker, Lyriker und Essayisten („Die Räuber“, „Kabale und Liebe“, „Wilhelm Tell“, „Das Lied von der Glocke“ etc.). Er starb am 09. Mai 180ß5 im Alter von 45 Jahren an einer akuten Lungenentzündung. Schillers Leichnam wurde zunächst im Kassengewölbe auf dem Jacobsfriedhof Weimar beigesetzt. 1826 sollten seine Gebeine geborgen werden. Allerdings war die klare Identifikation nicht mehr möglich. Darum brachte man diejenigen Gebeine, die am ehesten in Frage kamen, in die Herzogin Anna Amalia Bibliothek. Im Herbst 1826 entlieh sich Goethe von dort heimlich den Schädel. Nur seinen Freund Wilhelm von Humboldt weihte er ein, der es jedoch weitererzählte. Im Anblick des Schädels schrieb Goethe das Gedicht „Bei Betrachtung von Schillers Schädel“. Die sterblichen Überreste wurden am 16. Dezember 1827 in die Fürstengruft auf dem neuen Weimarer Friedhof überführt, wo später auch Goethe auf eigenen Wunsch „an Schillers Seite“ bestattet wurde. 1911 wurde ein weiterer Schädel gefunden, der ebenfalls Schiller zugeschrieben wurde. Jahrelang stritt man, welcher der richtige sei.
Zum Referenten:
Herr Prof. Dr. med. Alexander Bosse wurde 1952 in Bramsche/ Niedersachsen geboren. Er studierte in Münster Medizin und wurde hier wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Pathologie der Universität in Münster. Weitere Stationen waren die Ruhr-Universität in Bochum, wo er sich über ein osteologisches Thema habilitierte. Im Jahre 1997 folgte er dem Ruf auf eine ordentliche Professur an der RWTH Aachen mit eigenständiger Vertretung des Facharztgebietes Pathologie-Zytopathologie. Im Jahre 1998 wurde er Ärztlicher Direktor am Institut für Pathologie des Klinikums Stuttgart - Katharinenhospital. Das Institut ist verantwortlich für die pathologischen Leistungen der Häuser des Klinikum Stuttgart, daneben werden weitere Krankenhäuser der Region mit diagnostischen Leistungen versorgt. Es wird die gesamte morphologische Diagnostik bei Berücksichtigung sämtlicher innovativer diagnostischer Möglichkeiten der Pathologie durchgeführt. Dabei kommt der molekularen
Diagnostik (Molekulare Forensik, molekulare (Paleo-)Pathologie) mit einer akkreditierten Abteilung im Sinne einer Zentrumsfunktion für den Stuttgarter Raum eine wesentliche Bedeutung zu.
Seit kurzem wohnt er in Telgte.
Film & mehr
Die Kultur-Filmreihe „Film & mehr“ wird gemeinsam von der Buchhandlung LesArt, dem Museum RELiGIO und der Volkshochschule Warendorf getragen. Auch in diesem Jahr wird wieder eine Auswahl unterschiedlichster Filme verschiedener Genres gezeigt und die Veranstalter erhoffen sich wieder anregende und austauschreiche Filmabende! Neben einem gut ausgesuchten, qualitätsvollen Filmangebot gibt es vor dem Film kleine Snacks, Wein, Wasser und Gespräche an Stehtischen. Der Einlass ist jeweils um 19.00 Uhr im Filmraum des Museums RELiGIO, Herrenstraße, Telgte. Der Eintritt zum Film ist frei. Für kleine Snacks und Getränke sind 16,00 € pro Person zu entrichten. Wegen des begrenzten Platzangebotes können Karten nur im Vorverkauf in der Buchhandlung LesArt in Telgte, Tel. 02504-5512, erworben werden!
The Sheep Detectives - Glennkill: Ein Schafskrimi
Schäfer George (Hugh Jackman) liest seinen geliebten Schafen jeden Abend Krimis vor und nimmt an, dass sie kein Wort davon verstehen. Doch als ein mysteriöser Vorfall das friedliche Leben auf der Farm durchbricht, wird den Schafen bewusst, dass sie selbst nun die Ermittlungen übernehmen müssen. Also folgen sie der Spur der Beweise und machen menschliche Verdächtige ausfindig. Dabei beweisen sie, dass auch Schafe brillant darin sein können, Verbrechen aufzuklären. Ein neuer, geistreicher Krimi der etwas anderen Art!
Glennkill: Ein Schafskrimi (Originaltitel The Sheep Detectives) ist ein Spielfilm aus dem Jahr 2026 von Regisseur Kyle Balda mit Hugh Jackman, Emma Thompson, Nicholas Braun und Nicholas Galitzine. Das Drehbuch von Craig Mazin basiert auf dem gleichnamigen Roman (2005) von Leonie Swann
Kartenverkauf online unter: www.scala-warendorf.de
Schöner streiten – Mitmach-Workshop zum Debattieren
Wie gelingt es, kontroverse Themen fair, respektvoll und überzeugend zu diskutieren? In unserem interaktiven Workshop „Schöner streiten“ lernen wir gemeinsam, wie konstruktives Debattieren funktioniert – gerade auch dann, wenn die Meinungen auseinandergehen.
Im Mittelpunkt steht – anders als bei Debattierwettbewerben - nicht das Training klassischer Rhetoriktechniken, um den „Gegner“ zu besiegen. Stattdessen soll das Format dazu dienen, andere Perspektiven besser zu verstehen und Gespräche mit unterschiedlichen Ansichten und sich widersprechenden Argumenten sachlich und auf Augenhöhe führen zu können.
„Schöner streiten“ ist ein Mitmachformat: Sie sind ausdrücklich aufgefordert, Ihre Erfahrungen, Fragen und Sichtweisen aktiv einzubringen!
Lernziele des Workshops
Der Workshop stärkt zentrale Kompetenzen politischer Bildung in verdichteter Form. Die Teilnehmenden:
·schärfen ihre Urteilsfähigkeit durch reflektierte Meinungsbildung und differenziertes Abwägen von Argumenten
·erweitern ihre Perspektivenkompetenz und fördern Toleranz gegenüber pluralen Sichtweisen
·vertiefen ihre argumentative Präzision sowie den kritischen Umgang mit Begründungen und Fehlschlüssen
·erproben einen souveränen Umgang mit Kontroversen und reflektieren Dynamiken öffentlicher Auseinandersetzung
·festigen demokratische Grundhaltungen wie Respekt, Fairness und Anerkennung von Meinungsvielfalt
Anhand einer exemplarischer Debattenfrage – die z.B. alltagsnahe Regelungen oder auch grundsätzliche politische Entscheidungen betreffen kann – wird das Argumentieren praxisnah und in der unmittelbaren Auseinandersetzung geübt.
Die Veranstaltung ist ein Format der politischen Bildung und wird von der VHS Warendorf in Kooperation mit dem Demokratietreff Telgte angeboten.
Um Anmeldung wird gebeten, damit wir den Workshop optimal planen können. Wir freuen uns auf einen anregenden Austausch!
„Der Traum von einer besseren Welt“ vereint sie: Niki de Saint Phalle und Franz Marc
Ihre Arbeiten sind so unterschiedlich, dass der Betrachter kaum geneigt ist, Gemeinsamkeiten zu entdecken. Und doch verbindet die beiden Künstler etwas. Trotz der mehr als 50 Jahren, die zwischen den Schaffensperioden liegen. Trotz der völlig unterschiedlichen Antworten, die sie künstlerisch fanden. Beide Künstler eint, dass sie eine Antwort auf die politischen, gesellschaftlichen persönlichen Brüche ihrer Zeit suchten.
Franz Marc in der Zeit vor dem ersten Weltkrieg. Bereits vor der ersten Katastrophe des 20. Jahrhunderts eine Zeit der Brüche, der überlebten Strukturen und Institutionen. Franz Marcs künstlerische Antwort: Leuchtende Farben, lange Zeit das Weiche in der Natur betonen, die Ruhe bringt. Der Verzicht auf Darstellung der Männlichkeit, seine ikonischen Tierbilder stehen für Harmonie und eine innige Verbundenheit mit der Natur. Erst später, im Krieg, der ihm das Leben kostete, wurden seine Werke schroffer, kantiger.
Niki De Saint Phalle, in der Zeit, in der die Männlichkeit sich gesellschaftlich immer noch behauptet. Die sie aber immer stärker hinterfragte. Erst wütend in ihren „Schießbildern“, dann aber zunehmend fröhlich provokant mit lebensfrohen Farben und Formen der Weiblichkeit. Die Antwort auf Starrheit, graue immer noch dominante männliche Strukturen.
In Düsseldorf gibt es jetzt die Gelegenheit, beide Ausnahmekünstler ihrer Zeit mit ihren Werken gleichzeitig kennenzulernen. Im Museum Kunstpalast die das gesamte Schaffen von Niki De Saint Phalle umfassende Werkschau und im K20 der Kunstsammlung NRW die mit über 120 Arbeiten umfangreichste Ausstellung des Werkes von Franz Marc seit über zwanzig Jahren.
Auf der Kunst-Tagesfahrt der VHS Warendorf in Kooperation mit dem Verein OK.Ostbevern am 18.11.2026 werden beide Ausstellungen besucht. Ein Zustieg ist in Warendorf, Ostbevern und Telgte möglich. Die Fahrt kostet 89,- €. Neben der Fahrt in einem modernen Reisebus und Begleitung durch das Ehepaar Gabriel sind Eintritte und Führungen in beiden Ausstellungen inbegriffen.
Die Abfahrtszeiten am 18.11.2026 sind wie folgt:
8.30 Uhr ab Warendorf Bahnhof
8.50 Uhr ab Ostbevern Rathaus
9.00 Uhr ab Telgte, VHS Gebäude/Baßfeld
Im Museum Kunstpalast Düsseldorf ist der Beginn der Führungen um 12.30 Uhr und 12.45 Uhr.
Um 16.00 Uhr Führung Ausstellung zu Franz Marc im K 20 der Kunstsammlung NRW in Düsseldorf.
Die Rückkehr ist gegen 20.00 Uhr vorgesehen.
Die häufigsten Rechtsirrtümer des Alltags
Haben Sie sich jemals gefragt, was Ihre Rechte im Supermarkt sind? Oder wie es um Gewährleistung und Umtausch steht? In unserem spannenden Vortrag "Rechtsirrtümer im Alltag" klären wir die häufigsten Missverständnisse und geben Ihnen wertvolle Tipps, wie Sie Ihre Rechte als Verbraucher optimal nutzen können.
·Ist naschen im Supermarkt erlaubt?
·Gültig ist immer der Preis, der an der Ware steht?
·Verpflichtet das Durchblättern einer Zeitschrift zum Kauf?
·Sind Verträge ohne Unterschrift gültig?
·Kann ich jede Ware umtauschen?
Zu diesen Fragen hat jeder eine Meinung, aber stimmt die auch? Darüber sprechen wir in unserem Vortrag zu Rechtsirrtümern des Alltags.
Erfahren Sie alles über Vertragsrecht und was beim Onlineshopping wirklich gilt. Lassen Sie sich nicht von falschen Annahmen leiten – seien Sie dabei und werden Sie zum Experten Ihrer eigenen Rechte!
Der Vortrag dauert 60 - 90 Minuten und ist kostenlos.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Verbraucherzentrale NRW.
Lappland – atemberaubend und wild
In den vergangenen Jahren bereiste der Münsteraner Naturfotograf und Biologe Dr. Olaf Niepagenkemper die Hochebene von Stekkenjokk in Schwedisch Lappland zu drei verschiedenen Jahreszeiten mit der Kamera. Noch im Juni ist der Schnee in der Hochebene nicht gewichen. Der Sommer ist geprägt von der Mitternachtssonne sowie fantastischem Licht und der Herbst zeigt sich in einer unglaublichen Farbenpracht.
Begegnungen mit den seltenen Polarfüchsen und wilden Rentieren bleiben ebenso in Erinnerung wie die zahlreichen kristallklaren Bäche und Flüsse.
„Erlebte Natur im Bild festgehalten." In diesen neuen Foto-/Filmreportagen nimmt Olaf Niepagenkemper verschiedenste Natur- und Kulturlandschaften ganz in der Nähe und Europas in seinen ganz besonderen Blick.
Nach dem Studium der Geographie und Biologie vertiefte der Münsteraner Olaf Niepagenkemper seine ornithologischen und botanischen Kenntnisse und fand in der Naturfotografie seine große Passion. Seine fotografischen Ziele befinden sich vornehmlich in Deutschland, vor allem in Nordrhein-Westfalen und hier im Wesentlichen in der Umgebung von seiner Heimatstadt Münster. Aber auch das deutsche Wattenmeer, Norwegen, Schweden, Polen und Schottland hat er mit der Kamera bereist. Es geht ihm dabei nicht um die dokumentarische Abbildung von spektakulären Arten. Kreative Sichtweisen und besondere Perspektiven sowie außergewöhnliche Lichtsituationen bestimmen seine Arbeiten. Er versucht Menschen für seine Bilder zu interessieren, die sonst den aus seiner Sicht so wichtigen Bezug zur Natur aus den Augen verloren haben. Denn nur eine Natur, deren Besonderheiten man kennt, für deren Schutz setzt man sich auch ein.
Herz aus dem Takt - Vorhofflimmern erkennen und behandeln
Im Rahmen der bundesweiten Herzwochen 2026 möchten wir mit der Deutschen Herzstiftung e.V. und dem AMEOS Klinikum Warendorf „Joseph Zumloh“ die Bevölkerung für die Gefahren des Vorhofflimmerns sensibilisieren und über den aktuellen Stand der Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten informieren.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Deutschen Herzstiftung sowie dem AMEOS Klinikum Warendorf „Joseph Zumloh“.
Franz Kafka und Prag
Prag, die Hauptstadt Böhmens, war um 1900 durchaus nicht das gemütliche k.u.k.-Reservat, das sich heutige Touristen gerne vorstellen.
Die Stadt war geprägt von sich zuspitzenden nationalen Gegensätzen zwischen Tschechen und Deutschen, was vor allem die jüdische Bevölkerung in eine prekäre Lage versetzte.
Aber auch das Tempo, mit dem eine Vielzahl technischer Innovationen innerhalb weniger Jahre durchgesetzt wurde, ließ bei vielen Bewohnern das Gefühl aufkommen, am Ende einer Epoche zu stehen.
Sehr genau registrierte Kafka die unheimliche Faszination dieser Herausforderung: Telefone, Diktiergeräte, nächtlich beleuchtete Straßen, elektrische Trams und nicht zuletzt Kinos veränderten auch seinen Alltag.
Dr. Reiner Stach studierte Philosophie, Literaturwissenschaft und Mathematik.
1987 erschien seine Monographie ›Kafkas erotischer Mythos‹. 1999 gestaltete Stach die Ausstellung ›Kafkas Braut‹, in der er den Nachlass Felice Bauers präsentierte, den er in den USA entdeckt hatte.
2002 und 2008 erschienen die ersten beiden Bände der hochgelobten dreiteiligen Kafka-Biographie. 2008 wurde Reiner Stach für ›Kafka: Die Jahre der Erkenntnis‹ mit dem Sonderpreis zum Heimito-von-Doderer-Literaturpreis ausgezeichnet.
Für sein herausragendes Gesamtwerk auf dem Feld der literarischen Biographik erhielt er 2016 den Joseph-Breitbach-Preis.
„Die Möllner Briefe“ – Filmabend & Gespräch mit Ibrahim Arslan
"Die Möllner Briefe" (internationaler Titel The Moelln Letters) ist ein Dokumentarfilm der Regisseurin Martina Priessner. Der Film thematisiert den rassistischen Brandanschlag von Mölln im Jahr 1992, bei dem drei Menschen ums Leben kamen, und verfolgt die Geschichte von İbrahim Arslan, einem Überlebenden des Anschlags. Arslan erfuhr erst 2019 von den „Möllner Briefen“, in denen Hunderte von Menschen ihre Anteilnahme und Solidarität mit den Opfern des Anschlags ausdrückten. Der Film folgt Arslans Spurensuche nach den Verfassern dieser Briefe und untersucht die Bedeutung der Erinnerung an den Anschlag sowie die Lücken in der deutschen Erinnerungskultur. Anlässlich der 75. Berlinale feierte der Film im Jahr 2025 in der Sektion Panorama seine Weltpremiere.
Die „Möllner Briefe“ gelten als ein besonderes Zeitzeugnis der deutschen Geschichte und wurden in die Sammlung des Dokumentationszentrums und Museums über die Migration in Deutschland (DOMiD) aufgenommen. Sie dokumentieren das Entsetzen der Zivilgesellschaft über die rassistischen Brandanschläge Anfang der 1990er Jahre und das Mitgefühl mit den Betroffenen. Durch die Archivierung und Digitalisierung bei DOMiD werden die Briefe künftig der Forschung zugänglich gemacht, unter Wahrung der Persönlichkeitsrechte.[1]
Am 20.11.2026 wird aufgrund der Initiative des DemokratieTreffs Telgte in Kooperation mit der VHS Warendorf und dem Museum Religio der Dokumentarfilm gezeigt. Zeitzeuge und Betroffener Ibrahim Arslan wird dabei persönlich vor Ort sein und für Fragen sowie den Austausch zur Verfügung stehen.