Vortrag
Kurse (67)
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"Ich entscheide jetzt, wer später für mich entscheiden soll"
Wer denkt daran, dass sich alles von heute auf morgen ändern könnte? Ein Unfall oder eine Krankheit können jeden in eine Situation bringen, in der selbstverantwortliches Handeln verwehrt ist und sinnvolle Entscheidungen nicht mehr getroffen werden können. Wer handelt, wer entscheidet in Vermögens- oder Gesundheitsangelegenheiten, wenn man dazu nicht mehr in der Lage ist? Verwandte, Freunde oder Fremde? Wie werden sie für mich entscheiden? Die Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügungen bieten Möglichkeiten, um für diesen Fall der Fälle vorzusorgen.
Nähere Informationen sind über den Betreuungsverein Innosozial im Kreis Warendorf e.V., Cornelia Lindstedt, Tel. 02581/633257 oder 02382/709916 zu erhalten.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Betreuungsverein Innosozial im Kreis Warendorf e.V.
Anmeldung unbedingt erforderlich Tel. 02581/93840 oder per mail: vorwald@vhs-warendorf.de
Kunst im Ohr – Ein Livestream für alle Sinne 3
Von München nach Hamburg – vom Museum zu Ihnen!
Seien Sie dabei, wenn sich drei Freund*nnen und Freunde der Kunst zusammenfinden und über bedeutende Kunstwerke aus der Neuen Pinakothek in München und aus der Hamburger Kunsthalle austauschen.
Teil 3 der Reihe KUNST IM OHR.
Andrea Weniger leitet die Bildung und Vermittlung an der Hamburger Kunsthalle, Jochen Meister arbeitet an der Neuen Pinakothek in München. Beide sind Kunsthistoriker mit langjähriger Erfahrung in der Kunstvermittlung.
Claudia Böhme ist Historikerin und Expertin für kulturelle Angebote für Menschen mit Sehbehinderung.
In Kooperation mit der Neuen Pinakothek in München und der Hamburger Kunsthalle.
Jörg Lau: Der Westen sind jetzt wir
Klare Haltung in der internationalen Krise: Deutschlands neue Rolle in der Weltpolitik
Die USA sorgen für unsere Sicherheit, China für unsere Exporteinnahmen und Russland für unsere Energie – so lautete lange Jahre die unausgesprochene Annahme aller deutschen Außenpolitik. Diese Gleichung geht im Zeitalter der Unsicherheit nicht mehr auf: Deutschland muss im Konzert der internationalen Mächte endlich seiner Verantwortung gerecht werden und selbstbewusst als Vertretung der westlichen Werte in der neuen Weltordnung auftreten. Jörg Lau, Außenpolitik-Experte der ZEIT, zeigt in disem politischen Sachbuch, wie eine neue, mutigere und realitätsnähere Außenpolitik aussehen muss, die unsere Freiheit schützt, unseren Wohlstand gewährleistet und den Frieden sichert. Dazu begleitet er die bestimmenden Personen der Weltpolitik bei ihren Reisen, Terminen und Gipfeln. gibt Einblicke, wie Entscheidungen gefällt werden und analysiert die Leitlinien der Deutschen Außenpolitik. Sein Buch ist der längst überfällige Entwurf einer anderen Außenpolitik für ein zerrissenes 21. Jahrhundert.
Die Lesung mit Jörg Lau ist der dritte Teil der Veranstaltungsreihe „In Zukunft Frieden?! Gespräche über Europa und seine internationalen Beziehungen III“ der VHS Warendorf und wird von der Landesinitiative Europa-Schecks des Ministers für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien und Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt.
»Jörg Lau seziert – gekonnt wie immer – das Ende alter Gewissheiten. Wer wissen will, warum Deutschland am Nullpunkt steht, woher die Verunsicherung in Europa kommt und wie eine mutigere Außenpolitik aussehen kann, muss dieses Buch lesen!« Anne Will
Argumentationstraining: Umgang mit Stammtischparolen
Wie reagiere ich souverän auf abwertende, populistische oder diskriminierende Aussagen im Alltag? Viele Menschen erleben Situationen, in denen sie sprachlos bleiben oder unsicher sind, wie sie auf Stammtischparolen reagieren sollen. In diesem praxisnahen Argumentationstraining lernen die Teilnehmenden, Haltung zu zeigen, Diskussionen konstruktiv zu führen und wirksame Strategien gegen einfache Parolen zu entwickeln.
Unter der Leitung von Cassandra Speer erwartet Sie ein abwechslungsreicher Abend mit fachlichem Input, praktischen Übungen und moderierten Diskussionen.
Inhalte des Trainings
Gemeinsames Sammeln und Einordnen typischer Stammtischparolen
Hintergrundwissen zu Merkmalen, Wirkung und gesellschaftlichen Folgen solcher Aussagen
Reflexion eigener Erfahrungen und bisheriger Reaktionen
Kennenlernen verschiedener Argumentations- und Gesprächsstrategien
Praktische Übungen anhand konkreter Beispiele
Moderierte Diskussions- und Rollenspielübungen mit Perspektivwechsel
Austausch, Reflexion und Literaturempfehlungen für den Alltag
Das Training richtet sich an alle, die in Beruf, Ehrenamt oder Privatleben sicherer im Umgang mit populistischen und diskriminierenden Aussagen werden möchten. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Melden Sie sich an für einen Abend für mehr Sicherheit im Gespräch, mehr Zivilcourage und einen konstruktiven Umgang mit schwierigen Diskussionen!
STONEHENGE. Uralte Geheimnisse, neue Entdeckungen
Eines der mysteriösesten und bekanntesten Bauwerke der frühen Menschheitsgeschichte ist das Megalith-Bauwerk Stonehenge in England.
Vom 18. September 2026 bis zum 29. August 2027 präsentiert die Archäologische Staatssammlung mit der Ausstellung „STONEHENGE. Uralte Geheimnisse, neue Entdeckungen“ moderne Forschungserkenntnisse zum weltberühmten Steinkreis!
Kurator Dr. Heiner Schwarzberg führt Sie virtuell durch die Sonderschau mit vielen originalen Funden.
Gemeinsam entdecken Sie die Entwicklung der Anlage und die Menschen dahinter, die diese vor über 5000 Jahren geschaffen und genutzt haben.
Heiner Schwarzberg ist ein deutscher Prähistorischer Archäologe. Er leitet die Abteilung Vorgeschichte an der Archäologischen Staatssammlung in München.
In Kooperation mit der Archäologischen Staatssammlung und der Staatlichen Museumsagentur Bayern.
Der Wolf und die Deutschen: Konflikt oder Koexistenz?
Große, langlebige Beutegreifer wie der Wolf werden bewundert und sind zugleich verfemt. Als Leit- und Schirmarten fördern sie den Naturschutzgedanken, als Arten im Zentrum von Konflikten mit zahlreichen Interessensgruppen werden sie verfolgt und getötet.
Kann der Wolf also in unserer Welt überleben? Ja, das geht im Prinzip, wie Mensch-Wildtier-Konflikte mit anderen Raubtieren zeigen. Allerdings setzt das voraus, dass Betroffene gehört und Politik, Naturschutz und Wissenschaft aufeinander zugehen. Wie das aussehen könnte, welche Voraussetzungen es dafür braucht und was der gegenwärtige Stand ist, soll dieser Vortrag erläutern.
Heribert Hofer forscht seit über vierzig Jahren im Freiland zur Verhaltensökologie und dem Naturschutz von Raubtieren (Tüpfelhyäne, Gepard, Fuchs, Dachs, Wolf), ihren Belastungen und Krankheitserregern. Seine Langzeitprojekte in Europa, Tansania und Namibia führten zur vielfachen Beschäftigung mit dem gegenseitigen Verhältnis von Mensch und Wildtieren, Mensch-Wildtier-Konflikten und der Einsicht, dass Schutz von Natur den Einklang mit betroffenen Menschen erfordert.
Neben der Forschung engagiert er sich für den Naturschutz und ist in mehreren wissenschaftlichen Gesellschaften aktiv, zuletzt als Präsident der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ). Bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2025 war er 25 Jahre lang Direktor des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin. Zurzeit ist er Seniorprofessor für interdisziplinäre Wildtierkunde am Institut für Biologie der Freien Universität Berlin.
Vertrauen in Wissenschaft - zwischen Expertise und Skepsis
Wissenschaft prägt unser Leben in hohem Maße – von Medizin und Klimaforschung bis hin zu Künstlicher Intelligenz.
Zugleich ist Vertrauen in Wissenschaft heute keine Selbstverständlichkeit mehr.
Während viele Menschen der Forschung weiterhin vertrauen, wachsen andernorts Skepsis, Distanz oder offener Widerspruch.
Der Vortrag stellt dar, warum Vertrauen in Wissenschaft relevant ist, worauf es beruht und warum es in manchen gesellschaftlichen Gruppen stabil bleibt und in anderen erodiert.
Mike S. Schäfer ist Professor für Wissenschaftskommunikation an der Universität Zürich.
Er erforscht, wie wissenschaftliche Themen wie Klimawandel, Künstliche Intelligenz oder Biotechnologie in Öffentlichkeit, Medien und digitalen Plattformen verhandelt werden und was Bürgerinnen und Bürger über Wissenschaft denken.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) statt.
Erkältungen und Atemwegserkrankungen natürlich behandeln
Der Begegnung mit Erkältungsviren kann sich, vor allem in der kalten Jahreszeit, wohl niemand entziehen. Jedoch bietet die Natur viele Mittel, um die Erkältungssymptome zu lindern und unser Immunsystem zu stärken. Die meisten chemischen Arzneimittel haben Nebenwirkungen und können auf Dauer Schäden verursachen. Vertrauen wir wieder auf die Kraft der Kräuter!
Bei diesem Gesundheitsvortrag werden die besten Heilpflanzen bei Erkältung und Grippe, Bronchitis und Schnupfen, wie z. B. Holunder, Lindenblüten und Thymian, vorgestellt. Genau so wichtig sind eigene Maßnahmen zur Vermeidung einer Ansteckung bei Infektanfälligkeit. Praktische Anwendungstipps runden den Abend ab.
Prof. Dr. Markus Köster: "Wie Bilder Geschichte schreiben"
Es gibt Bilder, die in die Geschichte eingehen: der berühmte Kniefall von Bundeskanzler Willy Brandt 1970 in Warschau ist ein Beispiel.
Fotografien wie diese formen unsere Geschichtswahrnehmung. Welche Geschichten stecken hinter den Bildern? Und was können wir aus historischen Beispielen für einen kritisch-kompetenzen Umgang mit der heutigen Flut medialer Bilder lernen?
Anhand ausgewählter Fotografien geht Prof. Dr. Markus Köster am Mittwoch, dem 07.10.2026 auf Einladung der VHS Warendorf auf diese Fragen ein. Als Historiker, Honorarprofessor an der Universität Münster und Leiter des LWL-Medienzentrums forscht er zur Geschichte von Film und Fotografie insbesondere in der Region Westfalen-Lippe.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Stadt Sassenberg.
Als Frau unterwegs. Reisegeschichten aus aller Welt.
Reisen mit Lust und offenen Augen, Reisen mit Blick auf das Neue und Unerwartete, Reisen mit Überraschungen und Abenteuern. Dr. Astrid Kaiser ist bekennende Reisejunkie.
In ihrem Buch erzählt sie in spannenden, bewegenden oder nachdenklichen Geschichten von Freuden und Gefahren, von Missgeschicken und Überraschungen, aber vor allem von vielfältigen menschlichen Begegnungen in aller Welt. Sämtliche dort geschilderten Erlebnisse sind authentisch und können dazu beitragen, Reisesehnsucht zu stillen oder Reiselust zu wecken.
Die unterhaltsam aufgeschriebenen Reiseskizzen spielen auf allen Kontinenten – einschließlich der Antarktis.
Die Reiseziele sind oft exotisch und bunt gemischt, wie z.B. Bhutan, Indonesien, Malediven, Mongolei, Nordkorea, Pakistan, Saudi-Arabien, Tibet, Usbekistan, Vietnam, Belize, Chile, Grönland, Guatemala, Kolumbien, Panama, Peru, Nicaragua, Benin, Botswana, Gabun, Uganda, Madagaskar, Namibia, Vanuatu, Tahiti, Palau.
Bei ihrem Vortrag bietet Dr. Astrid Kaiser einige Einblicke in die Erlebnisse einer couragierten, reiseerfahrenen Frau und öffnet für alle Leserinnen und Leser den Blick auf den besonderen Reiz des Reisens als Lebensform.
Zur Person:
Astrid Kaiser ist pensionierte Professorin der Didaktik des Sachunterrichts an der Universität Oldenburg und ehemalige Direktorin des Instituts für Pädagogik.
Kaiser war Leiterin verschiedener Forschungsprojekte zur Grundschule, zum Sachunterricht, zu den Geschlechterdimensionen in der Schule und zum naturwissenschaftlichen wie auch sozialwissenschaftlichen Lernen im Elementarbereich. Von 1999 bis 2002 war sie Mitglied des Bildungsrats beim Ministerpräsidenten des Landes Niedersachsen. Sie hat Projekte in Indonesien und Chile geleitet und war Projektpartnerin in Projekten in Südtirol, Argentinien und England.
Gegenwärtig arbeitet sie als ehrenamtliche Senior Expertin in verschiedenen Ländern wie Jordanien, Uganda, Südafrika, Usbekistan oder Indonesien. Daneben reist sie weiterhin in exotische Regionen der Welt und schreibt Reisebücher und Kinderbücher.
Deutsch-jüdische und israelische Literatur
Seit Heinrich Heine und bis in die Gegenwart sind jüdische Autoren und Autorinnen ein wichtiger Bestandteil der deutschen Literatur.
In ihren Werken kommt zum Ausdruck, was man die „deutsch-jüdische Symbiose“ zu nennen pflegte.
Aber nicht erst seit Hitler war dieser Begriff sehr problematisch und wird heute kaum noch verwendet.
Seit etwa zwei Generationen gibt es in Deutschland auch jüdische Autoren und Autorinnen aus einem anderen Land: aus Israel.
Nach der Staatsgründung 1948 dauerte es noch etwa zwei Jahrzehnte, bis diese Literatur international bekannt wurde, und seit den 1980er Jahren sind Namen wie Amos Oz, Zruya Shalev oder David Grossman auf dem deutschen Buchmarkt sehr präsent.
Als Dichter und Verleger kennt Michael Krüger viele israelische Autoren persönlich; Jakob Hessing, Autor und Germanist an der Hebräischen Universität in Jerusalem, erforscht die Geschichte der deutsch-jüdischen Literatur. In einem Gespräch tauschen sie ihre Erfahrungen aus.
"Ich entscheide jetzt, wer später für mich entscheiden soll"
Wer denkt daran, dass sich alles von heute auf morgen ändern könnte? Ein Unfall oder eine Krankheit können jeden in eine Situation bringen, in der selbstverantwortliches Handeln verwehrt ist und sinnvolle Entscheidungen nicht mehr getroffen werden können. Wer handelt, wer entscheidet in Vermögens- oder Gesundheitsangelegenheiten, wenn man dazu nicht mehr in der Lage ist? Verwandte, Freunde oder Fremde? Wie werden sie für mich entscheiden? Die Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügungen bieten Möglichkeiten, um für diesen Fall der Fälle vorzusorgen.
Nähere Informationen sind über den Betreuungsverein Innosozial im Kreis Warendorf e.V. Cornelia Lindstedt, Tel. 02581 633257 oder Tel. 02382 709916 zu erhalten.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Betreuungsverein Innosozial im Kreis Warendorf e.V.
Anmeldung unbedingt erforderlich Tel. 02581/93840 oder per mail: vorwald@vhs-warendorf.de
GRÖNLAND – einst und jetzt
Grönland ist in aller Munde, aber nur wenige kennen das Land aus eigener Anschauung. Auch US-Präsident Trump war noch nie dort, schickt aber regelmäßig seine Vertreter, um US-Ansprüche auf die größte Insel der Erde zu untermauern.
Grönland ist ist ein besonderes Land. Vor allem ist es kaum grün (wie der Name suggeriert), sondern immer noch fast ausschließlich weiß, nahezu völlig mit Eis bedeckt und entsprechend so dünn besiedelt wie kein anderes Land der Welt. Auf mehr als 2 Mill. km² leben weniger Menschen als in Castrop-Rauxel, und die auch nur in den Küstenregionen in West- und Südgrönland. Diese Inuit streben – das zeigen alle jüngsten Abstimmungen – nach mehr Unabhängigkeit und möchten mehrheitlich keine US- Bürger werden, aber auch keine Dänen sein, die bislang – bei aller Autonomie Grönlands – noch die Oberhoheit besitzen. In die EU beispielsweise hat Grönland nie gewollt.
Der Referent machte sich von Island aus auf den Weg nach Ostgrönland und stellt die Region um die Stadt Tasiilaq vor und die auf Grönland lebenden Menschen mit ihrer ganz eigenen Kultur, Sprache, Tradition und Geschichte.
Die ausländischen Besucher fasziniert zudem die unberührt erscheinende Natur, die man meist zu Fuß oder per Boot erkundet – möglichst in Begleitung Einheimischer. Clemens Schmale zeigt Bilder aus dem Spätsommer, wenn viele Eisberge unterwegs sind und weniger Kreuzfahrer. Er traf auch mehrfach den bekannten Südtiroler Grönland - Forscher und Autor Robert Peroni.
Der Referent besuchte alle Länder Nordeuropas und referiert zuweilen über die Färöer-Inseln, die einen ähnlichen Autonomiestatus haben wie der große Nachbar Grönland.
Kohlendioxid als Rohstoff: Wie schließen wir den Kreislauf?
Erdöl und Erdgas dienen seit Jahrzehnten und bis heute in großem Maße weltweit als Energieträger und Rohstoffe für die chemische Industrie, und bleiben zentral für Energiesicherheit und wirtschaftliche Stabilität.
Trotz des steigenden Angebots an alternativer Energie vieler Bereiche können wir nicht auf chemische Energieträger verzichten.
Und für Kunststoffe und andere Produkte der chemischen Industrie brauchen wir weiterhin Kohlenstoffquellen.
Wie können wir dennoch langfristig unsere Rohstoffbasis diversifizieren und technologische Führungsfähigkeit sichern?
Die Nutzung von Kohlendioxid und Methan bietet Möglichkeiten, Kohlenstoff effizient im Kreislauf zu führen und gleichzeitig neue industrielle Wertschöpfungsketten zu erschließen.
Wie kann das konkret funktionieren? Welche Forschungsansätze sind vielversprechend, und wo stehen wir mit der technologischen Entwicklung? Wie lässt sich der Transfer von der Grundlagenforschung in die Anwendung beschleunigen? Die Integration von Katalyse, KI-gestützter Werkstoffforschung und skalierbarer Ingenieurtechnik sind vielversprechende Ansätze in diesem Bereich.
Claus Daniel leitet das Advanced Energy Technologies Directorate am Argonne National Laboratory und hat eine Joint-Position an der University of Chicago Pritzker School of Molecular Engineering.
Er promovierte in Materialwissenschaften an der Universität des Saarlandes in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für Metallforschung Stuttgart.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) statt.
"Ich entscheide jetzt, wer später für mich entscheiden soll"
Wer denkt daran, dass sich alles von heute auf morgen ändern könnte? Ein Unfall oder eine Krankheit können jeden in eine Situation bringen, in der selbstverantwortliches Handeln verwehrt ist und sinnvolle Entscheidungen nicht mehr getroffen werden können. Wer handelt, wer entscheidet in Vermögens- oder Gesundheitsangelegenheiten, wenn man dazu nicht mehr in der Lage ist? Verwandte, Freunde oder Fremde? Wie werden sie für mich entscheiden? Die Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügungen bieten Möglichkeiten, um für diesen Fall der Fälle vorzusorgen. Nähere Informationen sind über den Betreuungsverein Innosozial im Kreis Warendorf e.V., Cornelia Lindstedt, Tel. 02581/633257 oder 02382/ 709916 zu erhalten. Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Betreuungsverein Innosozíal im Kreis Warendorf e.V.
Die Abschottung der Welt: Als Juden vor verschlossenen Grenzen standen. 1933–1945
In Deutschland drangsaliert und verfolgt, versuchten viele Juden verzweifelt, sich ins Ausland zu retten.
Doch potenzielle Zufluchtsstaaten schlossen ihre Grenzen und schotteten sich mit jeder weiteren deutschen Expansion stärker ab.
Der Völkerbund und die US-Regierung bemühten sich erfolglos, die Flüchtlingspolitik zu koordinieren: Auf der Konferenz im französischen Évian berieten im Juli 1938 Staaten und Hilfsorganisationen über die Aufnahme von Flüchtlingen - ohne Ergebnis. Die Nazis höhnten, niemand wolle die Juden haben.
Weil Flüchtlingen eine reguläre Einreise verwehrt blieb, bestiegen sie seeuntüchtige Boote, bezahlten Fluchthelfer und gingen illegale Wege, um sich in Sicherheit zu bringen.
Susanne Heim ist Historikerin und Politikwissenschaftlerin.
Sie war Projektleiterin der wissenschaftlichen Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933 bis 1945", Gastprofessorin in Wien und hat an einschlägigen Institutionen und Archiven in Jerusalem, Washington, Cincinnati und New York geforscht.
Sparsam heizen ohne Schimmel
Schimmel in der Wohnung ist nicht nur ärgerlich, sondern kann auch die Gesundheit der Bewohner gefährden und auf unentdeckte Wasserschäden hinweisen. Schimmelpilz schädigt langfristig die Bausubstanz. Hat sich der Pilz erst eingenistet, folgen häufig Streitereien zwischen Mietern und Vermietern oder zwischen Immobilienbesitzern und Handwerkern. Um die kalten Monate des Jahres mit möglichst wenig Heizenergieverbrauch und nicht zu hohen Energiekosten zu überstehen, darf aber nicht einfach die Heizung beliebig weit runtergedreht oder gar ganz abgestellt werden.
In ihrem Vortrag informiert die Dipl.-Ing. Elke Pape im Auftrag der Verbraucherzentrale NRW über das Zusammenspiel von Luftfeuchte, Raumtemperatur und baulichen Schwachstellen – den Verursachern des Pilzbefalls. Sie zeigt die Rolle von Wärmebrücken und was man beim Lüften sowie bei der Möblierung falsch oder eben richtig machen kann.
Die Tipps zur nachhaltigen Schimmelbekämpfung runden den Vortrag ab.
Es handelt sich um eine Gemeinschaftsveranstaltung der VHS Warendorf in Kooperation mit der Verbraucherzentrale NRW und der Stadt Sassenberg.
Die gebührenfreie Veranstaltung findet in der Mühle in Sassenberg statt, beginnt um 19 Uhr und dauert etwas mehr als eine Stunde. Im Anschluss besteht ausreichend Gelegenheit für Fragen und Austausch. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Versunkene Welten: Ruinenstädte in der Antike von Troja bis Pompeji
Heutzutage spazieren Millionen von Besuchern durch antike Ruinenstädte.
Voll Bewunderung studieren wir die verfallenen Gebäude und Monumente und stellen uns vor, wie der Alltag der Menschen damals ausgesehen haben mag.
Nostalgie und romantische Wehmut angesichts des Untergangs der alten Kulturen sind jedoch moderne Phänomene.
Im Altertum ging man mit den zahlreichen zerstörten Städten, die schon damals im Mittelmeerraum allgegenwärtig waren, wesentlich pragmatischer um: Ruinen hatten nichts Positives an sich, sie wurden entweder beseitigt oder schlichtweg ignoriert.
Martin Zimmermann zeigt in diesem Vortrag, wie die Menschen in der Antike selbst auf bedeutende Stätten wie Troja, Mykene, Ninive und Pompeji geblickt haben.
Er lehrt Alte Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Gerda Henkel Stiftung statt.
Künstliche Intelligenz und Bildung – Lernen mit und lernen trotz KI
Künstliche Intelligenz wird zunehmend Teil von Alltag, Arbeitswelt und Schule. KI kann uns bei komplexen Aufgaben unterstützen, von Routinetätigkeiten entlasten und Lernprozesse gezielt begleiten.
Gleichzeitig birgt eine Überdelegation kognitiver Aufgaben an KI das Risiko, dass wesentliche Kompetenzen verloren gehen oder gar nicht erst erworben werden.
Der Vortrag zeigt auf, wie KI-Systeme und deren Nutzung gestaltet werden können, um Kompetenzverlust entgegenzuwirken.
Ute Schmid ist Mitglied im Direktorium und im Geschäftsleitenden Ausschuss des bidt. Sie ist Professorin für Kognitive Systeme an der Universität Bamberg und lehrt und forscht seit vielen Jahren im Bereich Künstliche Intelligenz mit Fokus auf menschenähnliches maschinelles Lernen und Methoden für interaktives und erklärendes Lernen. Ute Schmid ist Mitglied im Bayerischen KI-Rat und EurAI Fellow.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Bayerischen Forschungsinstitut für Digitale Transformation (bidt) statt.
Stephan Lebert: „Der blinde Fleck. Die vererbten Traumata des Krieges – und warum das Schweigen in den Familien jetzt aufbricht“
Die Schoah und das Ende des Zweiten Weltkriegs liegen weit zurück, es leben nur noch wenige Zeitzeugen und Zeitzeuginnen. Ihre Vergangenheit jedoch hinterlässt bis heute Spuren in den Familien. Geprägt durch eine Katastrophe, die sie nicht selbst erlebt haben, haben viele Nachkommen der Täter, Komplizen, Handlanger, Mitläufer und Opportunisten seelische Wunden, deren Ursachen sie oft nur vage kennen: zwischenmenschliche Kälte, Schuldgefühle, Ängste, Einsamkeit, ein Gefühl der Entwurzelung. In vielen Familien sind bleiernes Schweigen, verdrängte Erinnerungen, wohlgehütete Geheimnisse, hartnäckige Lügen allgegenwärtig – ein erdrückendes Erbe, dessen Gift bis heute wirkt. Doch nun bricht dieser Panzer des Schweigens auf: Da sie keine Konfrontation mit den Großeltern oder Eltern mehr fürchten müssen, recherchieren immer mehr Menschen ihre Familiengeschichte und spüren nach, wie sich diese auf die eigenen Lebensmuster ausgewirkt hat. Der Trauma- und Stressexperte Louis Lewitan und der preisgekrönte Journalist Stephan Lebert schreiben anhand von ergreifenden Gesprächen mit Betroffenen über die ebenso schwierige wie befreiende Auseinandersetzung mit der Last der eigenen Familiengeschichte. Ein Beitrag zur deutschen Erinnerungskultur, der aktueller denn je ist. Auf Einladung der VHS Warendorf kommt Stephan Lebert am 02.11.2026 nach Warendorf, um aus dem Buch zu lesen und mit den interessierten Teilnehmer*innen in den Austausch zu gehen.
Zum Referenten:
Stephan Lebert, Jahrgang 1961, besuchte die Deutsche Journalistenschule in München. Ab 1985 arbeitete er bei der „Süddeutschen Zeitung“, danach folgte ein Jahr beim „Spiegel“, und von 1999 bis 2004 war Stephan Lebert leitender Redakteur beim „Tagesspiegel“ in Berlin. Heute arbeitet er als Redakteur für besondere Aufgaben bei der Wochenzeitung „Die Zeit“. Er wurde mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis ausgezeichnet. Im Jahr 2000 veröffentlichte Stephan Lebert das Sachbuch „Denn Du trägst meinen Namen“ über das Erbe prominenter Nazi-Kinder mit Porträts von seinem Vater, dem SZ-Journalisten Norbert Lebert. 2002 gab er gemeinsam mit seiner Mutter Ursula Lebert, einer langjährigen „Brigitte“-Autorin, die Reportagen-Sammlung „Du bist mein Augenstern. Was die Zeit aus Ehen macht“ heraus.