Kurse nach Themen
Kurse (2)
Loading...
Stephan Lebert: „Der blinde Fleck. Die vererbten Traumata des Krieges – und warum das Schweigen in den Familien jetzt aufbricht“
Die Schoah und das Ende des Zweiten Weltkriegs liegen weit zurück, es leben nur noch wenige Zeitzeugen und Zeitzeuginnen. Ihre Vergangenheit jedoch hinterlässt bis heute Spuren in den Familien. Geprägt durch eine Katastrophe, die sie nicht selbst erlebt haben, haben viele Nachkommen der Täter, Komplizen, Handlanger, Mitläufer und Opportunisten seelische Wunden, deren Ursachen sie oft nur vage kennen: zwischenmenschliche Kälte, Schuldgefühle, Ängste, Einsamkeit, ein Gefühl der Entwurzelung. In vielen Familien sind bleiernes Schweigen, verdrängte Erinnerungen, wohlgehütete Geheimnisse, hartnäckige Lügen allgegenwärtig – ein erdrückendes Erbe, dessen Gift bis heute wirkt. Doch nun bricht dieser Panzer des Schweigens auf: Da sie keine Konfrontation mit den Großeltern oder Eltern mehr fürchten müssen, recherchieren immer mehr Menschen ihre Familiengeschichte und spüren nach, wie sich diese auf die eigenen Lebensmuster ausgewirkt hat. Der Trauma- und Stressexperte Louis Lewitan und der preisgekrönte Journalist Stephan Lebert schreiben anhand von ergreifenden Gesprächen mit Betroffenen über die ebenso schwierige wie befreiende Auseinandersetzung mit der Last der eigenen Familiengeschichte. Ein Beitrag zur deutschen Erinnerungskultur, der aktueller denn je ist. Auf Einladung der VHS Warendorf kommt Stephan Lebert am 02.11.2026 nach Warendorf, um aus dem Buch zu lesen und mit den interessierten Teilnehmer*innen in den Austausch zu gehen.
Zum Referenten:
Stephan Lebert, Jahrgang 1961, besuchte die Deutsche Journalistenschule in München. Ab 1985 arbeitete er bei der „Süddeutschen Zeitung“, danach folgte ein Jahr beim „Spiegel“, und von 1999 bis 2004 war Stephan Lebert leitender Redakteur beim „Tagesspiegel“ in Berlin. Heute arbeitet er als Redakteur für besondere Aufgaben bei der Wochenzeitung „Die Zeit“. Er wurde mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis ausgezeichnet. Im Jahr 2000 veröffentlichte Stephan Lebert das Sachbuch „Denn Du trägst meinen Namen“ über das Erbe prominenter Nazi-Kinder mit Porträts von seinem Vater, dem SZ-Journalisten Norbert Lebert. 2002 gab er gemeinsam mit seiner Mutter Ursula Lebert, einer langjährigen „Brigitte“-Autorin, die Reportagen-Sammlung „Du bist mein Augenstern. Was die Zeit aus Ehen macht“ heraus.
Anything Goes - Musical in 2 Akten von Cole Porter
„Alles ist möglich“ auf dieser Schiffsreise! An Bord der MS America befinden sich Gäste, die nicht unterschiedlicher sein könnten: ein als Priester verkleideter Gangster namens Moon mit seinem Sidekick Erma; eine finanziell ruinierte Witwe mit ihrer Tochter Hope, die mit dem Adligen Oakleigh verlobt ist; ein Börsenmakler und sein Assistent Billy, der hoffnungslos in Hope verliebt ist; und – last but not least – eine ehemalige Laienpredigerin, die nun als Clubsängerin unterwegs ist, Reno Sweeney. Wie können Reno und Moon ihrem Freund Billy helfen, Oakleigh loszuwerden und Hope für sich zu gewinnen?
„Paris“, „Gay Divorce“, „Kiss Me, Kate“ – Cole Porters Musicals verführen in eine Welt der Unterhaltung, des Champagners, der swingenden Melodien und in eine unbekümmerte Gesellschaft weit entfernt von Weltkrieg, Börsenkrach und der Großen Depression der frühen 1930er Jahre. So gilt das mit mehreren Tonys ausgezeichnete Stück „Anything Goes“ als spielerische, beschwingte Verwechslungskomödie auf See mit Foxtrott- und Quickstep-Nummern und mit einem Schuss Gesellschaftssatire. Bereits seit der Broadway-Premiere 1934 etablierten sich Hits wie „I get a kick out of you“, „Bon voyage“, „You’re the top“ und natürlich „Anything goes“.
Regisseurin Adriana Altaras bringt das musikalisch-tänzerische Spektakel fantasievoll und spritzig auf die Bühne. Nach der Premiere 2025 in Hannover wird diese gefeierte Produktion in Essen präsentiert.
Leitung: Jörg Siegel (Kultur-Freundeskreis Telgte e.V.)
Preis: Die Tickets kosten inklusive Busfahrt & Eintritt 82,- € p.P.
Treffpunkt und Abfahrt: Sonntag den 31. Januar 2027,
in Warendorf: 13:45 Uhr, Bahnhof Warendorf
in Telgte: 14:15 Uhr, Rathaus-Vorplatz Telgte (von der Bushaltestelle auf der Rathausseite/Vorplatz (Fahrtrichtung Norden).
Beginn der Aufführung ist 16:30 Uhr
Möglichkeit zur Öffentl. Einführung um 15:45 Uhr
Rückfahrt erfolgt nach Ende der Veranstaltung, Ankunft gegen 21:30 bis 22:00 Uhr.
Anmeldung und weitere Informationen bei der VHS in Telgte, Kapellenstr. 2, 48291 Telgte, Tel.: 02504 – 2153.
VHS-Kurs-Nr.: 212702T-271 – www.vhs-warendorf.de