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Clemens Schmale
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GRÖNLAND – einst und jetzt
Grönland ist in aller Munde, aber nur wenige kennen das Land aus eigener Anschauung. Auch US-Präsident Trump war noch nie dort, schickt aber regelmäßig seine Vertreter, um US-Ansprüche auf die größte Insel der Erde zu untermauern.
Grönland ist ist ein besonderes Land. Vor allem ist es kaum grün (wie der Name suggeriert), sondern immer noch fast ausschließlich weiß, nahezu völlig mit Eis bedeckt und entsprechend so dünn besiedelt wie kein anderes Land der Welt. Auf mehr als 2 Mill. km² leben weniger Menschen als in Castrop-Rauxel, und die auch nur in den Küstenregionen in West- und Südgrönland. Diese Inuit streben – das zeigen alle jüngsten Abstimmungen – nach mehr Unabhängigkeit und möchten mehrheitlich keine US- Bürger werden, aber auch keine Dänen sein, die bislang – bei aller Autonomie Grönlands – noch die Oberhoheit besitzen. In die EU beispielsweise hat Grönland nie gewollt.
Der Referent machte sich von Island aus auf den Weg nach Ostgrönland und stellt die Region um die Stadt Tasiilaq vor und die auf Grönland lebenden Menschen mit ihrer ganz eigenen Kultur, Sprache, Tradition und Geschichte.
Die ausländischen Besucher fasziniert zudem die unberührt erscheinende Natur, die man meist zu Fuß oder per Boot erkundet – möglichst in Begleitung Einheimischer. Clemens Schmale zeigt Bilder aus dem Spätsommer, wenn viele Eisberge unterwegs sind und weniger Kreuzfahrer. Er traf auch mehrfach den bekannten Südtiroler Grönland - Forscher und Autor Robert Peroni.
Der Referent besuchte alle Länder Nordeuropas und referiert zuweilen über die Färöer-Inseln, die einen ähnlichen Autonomiestatus haben wie der große Nachbar Grönland.
Die kleinste Perle des Kaukasus -
Armenien ist klein, Armenien ist alt und Armenien ist wunderschön. Gleich drei Gründe also, den kleinsten Staat im Kaukasus zu besuchen. Halb Europa, halb Asien ist der einzige internationale Flughafen in Jerevan nur gut 4 Flugstunden entfernt. Kaum halb so groß wie Bayern, hat das Binnenland viel zu bieten – weite Ebenen, hohe Berge, einsame Dörfer, den größten See im Kaukasus (doppelt so groß wie der Bodensee) und die herrlichsten Blicke auf den kleinen und großen Ararat mit mehr als 5000m Höhe.
Der berühmte Berg der Arche Noah liegt jedoch schon in der Türkei, und die geopolitische Lage machte den Armeniern schon immer zu schaffen, eingepfercht zwischen dem ehem. Osmanischen Reich und dem Erzfeind Aserbaidschan, zwischen Persern und Russen. Nur zum kleinen Nachbarn Georgien ist das Verhältnis relativ unverkrampft, legen doch beide größten Wert auf ihre kulturelle Identität, ihre nationale Souveränität, auf ihre eigene Sprache und die eigene Schrift. Das Verhältnis zu Moskau wird allerdings oft sehr unterschiedlich gesehen. Stolz ist die armenisch-apostolische Kirche auch darauf, als ältestes christliches Land der Welt zu gelten.
Schon deshalb zählen die Klöster und Kirchen (es sind tausende!) zu den bedeutenden Sehenswürdigkeiten. Aber auch die Natur mit ihren Nationalparks beeindrucken Touristen und Wanderer, und die Jazzclubs von Jerevan sind vielleicht die besten jenseits des Schwarzen Meeres und locken mit guten heimischen Weinen und exzellenten Kognaks.
Clemens Schmale stellt das Land der kurzen Wege, das Heimatland des großen Charles Aznavour (eigentlich Aznavourian), in all seinen Facetten vor. Zum ersten Mal besuchte der Referent die kaukasischen Republiken in der Sowjetzeit. Auf diese Epoche wird im Vortrag ebenso eingegangen wie auf die übrige jahrtausendalte, wechselvolle Geschichte Armeniens.