Geschichte/Zeitgeschichte
Kurse (15)
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Arbeitskreis: Ahnen- und Familienforschung
Ahnen- und Familienforschung - Lesen und Übertragen alter Dokumente in Deutsche Schreibschrift (Kurrent-. Sütterlin- und Runenschrift) Wir treffen uns einmal im Monat, um gemeinsam aus den auf CD, Speicherstick oder in Kopie mitgebrachten alten Dokumenten leicht oder schwer zu entziffernde Briefe, Testamente, Tagebücher o.ä. zu lesen und zu übertragen. Zur Einsichtnahme stehen Literaturhinweise, Empfehlungen zu PC-Programmen sowie Nachschlagewerke für die alten Schriften zur Verfügung. Bitte mitbringen: Schreibblock, Bleistift, Radiergummi, Anspitzer (und falls vorhanden Tablet oder Laptop).Ggf. anfallende Materialkosten/Fahrtkosten der Dozentin sind direkt mit der Dozentin abzurechnen. Eine Anmeldung zu diesem Arbeitskreis ist jederzeit möglich!
Arbeitskreis: Ahnen- und Familienforschung
Ahnen- und Familienforschung - Lesen und Übertragen alter Dokumente in Deutsche Schreibschrift (Kurrent-. Sütterlin- und Runenschrift) Wir treffen uns einmal im Monat, um gemeinsam aus den auf CD, Speicherstick oder in Kopie mitgebrachten alten Dokumenten leicht oder schwer zu entziffernde Briefe, Testamente, Tagebücher o.ä. zu lesen und zu übertragen. Zur Einsichtnahme stehen Literaturhinweise, Empfehlungen zu PC-Programmen sowie Nachschlagewerke für die alten Schriften zur Verfügung. Bitte mitbringen: Schreibblock, Bleistift, Radiergummi, Anspitzer (und falls vorhanden Tablet oder Laptop).Ggf. anfallende Materialkosten/Fahrtkosten der Dozentin sind direkt mit der Dozentin abzurechnen. Eine Anmeldung zu diesem Arbeitskreis ist jederzeit möglich!
Verschwundene Orte in Warendorf
Jede Stadt hat eine Geschichte, deren Zeugnisse und Überreste nicht immer sofort erkennbar sind. Viele historische Gebäude und Plätze in der Altstadt sind im Laufe der Zeit verschwunden.
Können Sie sich noch an das Sophienstift oder den Schlachthof erinnern?
Der Heimatverein Warendorf möchte in Form einer Geschichtswerkstatt solche Orte der Geschichte in Kooperation mit der VHS erforschen und sie so medial wieder für die Erinnerung bereitstellen.
Der Workshop wendet sich an die, die Freude daran haben, solche Orte historisch zu untersuchen, nach Spuren und Geschichten zu forschen und kreativ die Darbietung zu gestalten. Auch soll der Frage nachgegangen werden, wie die Rezeption nach dem Verschwinden war.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Neue Teilnehmer werden nach Rücksprache mit dem Dozententeam aufgenommen.
Prof. Dr. Rüdiger Robert: "Der Iran-Krieg und Israel. Machtkampf im Nahen Osten"
Der Iran-Krieg hat den israelisch-palästinensischen Konflikt 2026 in den Hintergrund treten lassen. Zu Unrecht. Nach wie vor handelt sich um einen zentralen Konflikt, ohne dessen Beilegung sich auch ein Frieden am Persisch-Arabischen Golf auf Dauer nicht erreichen lässt. Doch wie sehen die Chancen für eine Verständigung zwischen Israel und den Palästinensern nach dem Gaza-Krieg und der Konfrontation mit dem Iran aus? Welche Möglichkeiten und Grenzen einer Regelung zeichnen sich jenseits von Krieg, Trauer und Hass ab? Welche Interessen stehen jeweils auf dem Spiel? Welche Akteure müssen in einen Friedensprozess eingebunden werden? Wie sehen die unterschiedlichen Ansätze für eine Konfliktbeilegung zwischen Israel und den Palästinensern aus? Und wie realistisch sind diese Ansätze?
Der Vortrag versucht einen Einblick in die komplexen Zusammenhänge zu geben, die den israelisch-palästinensischen Konflikt bestimmen. Dabei werden die unterschiedlichen Positionen in diesem Konflikt beleuchtet, um den Zuhörerinnen und Zuhörern ein möglichst eigenständiges Urteil zu erlauben. Referent ist der Münsteraner Politikwissenschaftler Prof. a.D. Dr. Rüdiger Robert.
Professor Dr. Robert steht während seines Vortrags und anschließend für den thematischen Austausch zur Verfügung.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Stadt Sassenberg.
Prof. Dr. Markus Köster: "Wie Bilder Geschichte schreiben"
Es gibt Bilder, die in die Geschichte eingehen: der berühmte Kniefall von Bundeskanzler Willy Brandt 1970 in Warschau ist ein Beispiel.
Fotografien wie diese formen unsere Geschichtswahrnehmung. Welche Geschichten stecken hinter den Bildern? Und was können wir aus historischen Beispielen für einen kritisch-kompetenzen Umgang mit der heutigen Flut medialer Bilder lernen?
Anhand ausgewählter Fotografien geht Prof. Dr. Markus Köster am Mittwoch, dem 07.10.2026 auf Einladung der VHS Warendorf auf diese Fragen ein. Als Historiker, Honorarprofessor an der Universität Münster und Leiter des LWL-Medienzentrums forscht er zur Geschichte von Film und Fotografie insbesondere in der Region Westfalen-Lippe.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Stadt Sassenberg.
Die Abschottung der Welt: Als Juden vor verschlossenen Grenzen standen. 1933–1945
In Deutschland drangsaliert und verfolgt, versuchten viele Juden verzweifelt, sich ins Ausland zu retten.
Doch potenzielle Zufluchtsstaaten schlossen ihre Grenzen und schotteten sich mit jeder weiteren deutschen Expansion stärker ab.
Der Völkerbund und die US-Regierung bemühten sich erfolglos, die Flüchtlingspolitik zu koordinieren: Auf der Konferenz im französischen Évian berieten im Juli 1938 Staaten und Hilfsorganisationen über die Aufnahme von Flüchtlingen - ohne Ergebnis. Die Nazis höhnten, niemand wolle die Juden haben.
Weil Flüchtlingen eine reguläre Einreise verwehrt blieb, bestiegen sie seeuntüchtige Boote, bezahlten Fluchthelfer und gingen illegale Wege, um sich in Sicherheit zu bringen.
Susanne Heim ist Historikerin und Politikwissenschaftlerin.
Sie war Projektleiterin der wissenschaftlichen Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933 bis 1945", Gastprofessorin in Wien und hat an einschlägigen Institutionen und Archiven in Jerusalem, Washington, Cincinnati und New York geforscht.
Versunkene Welten: Ruinenstädte in der Antike von Troja bis Pompeji
Heutzutage spazieren Millionen von Besuchern durch antike Ruinenstädte.
Voll Bewunderung studieren wir die verfallenen Gebäude und Monumente und stellen uns vor, wie der Alltag der Menschen damals ausgesehen haben mag.
Nostalgie und romantische Wehmut angesichts des Untergangs der alten Kulturen sind jedoch moderne Phänomene.
Im Altertum ging man mit den zahlreichen zerstörten Städten, die schon damals im Mittelmeerraum allgegenwärtig waren, wesentlich pragmatischer um: Ruinen hatten nichts Positives an sich, sie wurden entweder beseitigt oder schlichtweg ignoriert.
Martin Zimmermann zeigt in diesem Vortrag, wie die Menschen in der Antike selbst auf bedeutende Stätten wie Troja, Mykene, Ninive und Pompeji geblickt haben.
Er lehrt Alte Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Gerda Henkel Stiftung statt.
Götz Aly: Wie konnte das geschehen? Deutschland zwischen 1933 bis 1945
Götz Aly zählt zu den bekanntesten Autoren zur Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocaust. In seinem 2025 erschienenen Buch „Wie konnte das geschehen? Deutschland 1933-1945“ widmet sich Aly den Herrschaftsmethoden, mit denen die NS-Machthaber Millionen Deutsche in gefügige Vollstrecker oder in vom Krieg abgestumpfte Mitmacher verwandelten – und von denen nicht wenige beängstigend aktuell sind.
Denn in einer schweren Krise wurde die NSDAP 1932 zur mit Abstand stärksten Partei gewählt. Bald konnte sie die Macht übernehmen und auf wachsende gesellschaftliche Zustimmung bauen. Hitler brauchte den Krieg – das Volk fürchtete sich davor. Dennoch terrorisierten schließlich 18 Millionen deutsche Soldaten Europa. Wie kam es dazu? Warum beteiligten sich Hunderttausende an beispiellosen Massenmorden?
Die Antwort ist vielschichtig. Die NSDAP versprach den Deutschen Aufstieg und Wohlstand, zugleich hielt man die Menschen in Bewegung, keine Atempause, keine Zeit zum Nachdenken, so ging es Richtung Krieg. Als der Glaube an einen Sieg nachließ, wurde aus der Volksgemeinschaft eine Verbrechensgemeinschaft. Jeder konnte wissen, welche Schuld die Deutschen auf sich luden, die Angst vor dem, was nach einer Niederlage geschehen würde, wurde bewusst geschürt.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Bündnis „Warendorf zeigt klare Kante“ statt.
Zum Autor
Götz Aly ist Historiker und Journalist. Er arbeitete für die »taz«, die »Berliner Zeitung« und als Gastprofessor. Seine Bücher werden in viele Sprachen übersetzt. 2002 erhielt er den Heinrich-Mann-Preis, 2003 den Marion-Samuel-Preis, 2012 den Ludwig-Börne-Preis. Bei S. Fischer erschienen von ihm u.a. 2011 »Warum die Deutschen? Warum die Juden? Gleichheit, Neid und Rassenhass 1800-1933« sowie 2013 »Die Belasteten. ›Euthanasie‹ 1939-1945. Eine Gesellschaftsgeschichte«. Im Februar 2017 erschien seine große Studie über die europäische Geschichte von Antisemitismus und Holocaust »Europa gegen die Juden 1880–1945«. Für dieses Buch erhielt er 2018 den Geschwister-Scholl-Preis.
Preise:
Heinrich-Mann-Preis für Essayistik der Akademie der Künste Berlin 2002
Marion-Samuel-Preis 2003
Bundesverdienstkreuz am Bande 2007
National Jewish Book Award, USA 2007
Ludwig-Börne-Preis 2012
Estrongo Nachama Preis für Zivilcourage und Toleranz 2018
Geschwister-Scholl-Preis 2018
Studienfahrt zur Wewelsburg in Büren
Am Samstag, den 7. November 2027, bietet die Volkshochschule eine Studienfahrt zur Wewelsburg bei Büren an. Die markante, dreieckige Burganlage ist heute eine zentrale Erinnerungs- und Gedenkstätte und ein bedeutender Lernort zur Geschichte des Nationalsozialismus.
Die Wewelsburg steht exemplarisch für die Verflechtung von Ideologie und Gewalt: Einerseits planten die Nationalsozialisten hier ein ideologisches Zentrum der SS, andererseits entstand in unmittelbarer Nähe ein Konzentrationslager. Als Ort der Täter wie der Opfer eröffnet die Wewelsburg einen eindringlichen Zugang zur Geschichte des NS-Regimes.
Im Mittelpunkt des Besuchs steht die Dauerausstellung „Ideologie und Terror der SS“, die auf über 850 m² die Geschichte der Wewelsburg im Nationalsozialismus umfassend dokumentiert. Sie verknüpft lokale Ereignisse mit übergeordneten historischen Zusammenhängen und macht die Mechanismen von Herrschaft, Propaganda und Verfolgung anschaulich nachvollziehbar.
Eine fachkundige Führung begleitet die Gruppe durch die Ausstellung. Darüber hinaus werden Perspektiven eröffnet, sich vertieft mit Einzelschicksalen auseinanderzusetzen: Wer waren die Menschen, die hier wirkten – als Täter oder als Opfer? Biografische Zugänge ermöglichen es, individuelle Lebenswege nachzuvollziehen und historische Entwicklungen besser zu verstehen.
Neben dem geführten Programm bleibt Zeit für eigene Erkundungen sowie für Austausch und Diskussion in der Gruppe.
Die Studienfahrt richtet sich an alle, die sich für Geschichte und politische Bildung interessieren und sich intensiv mit Fragen von Verantwortung, Erinnerungskultur und demokratischen Werten auseinandersetzen möchten.
Es handelt sich bei der Studienfahrt um eine Kooperation der VHS Warendorf mit der VHS Reckenberg-Ems.
Gebühr: 30,- € p. P.
Leistungen:
·Busfahrt ab Warendorf Bahnhof über Rheda-Wiedenbrück nach Büren/Wewelsburg und zurück
·Eintritt und Führung in der Wewelsburg
·Begleitung durch die Volkshochschule
8:30 Uhr ab Warendorf Bahnhof. Die Rückkehr ist für ca. 19 Uhr geplant.
Konrad Adenauer. Kanzler nach der Katastrophe
Unter den Kanzlern der Bundesrepublik Deutschland ragt Konrad Adenauer heraus.
Er ist es, der nach NS-Diktatur, Zweitem Weltkrieg und Holocaust 1949 die erste Bundesregierung bilden kann und die von außen gestiftete Demokratie im Westen verankert.
Damit legt er die Fundamente einer Erfolgsgeschichte, die den Westdeutschen auf Jahrzehnte hinaus Wohlstand und Frieden beschert.
Aber Adenauer ist es auch, der die deutsche Teilung in Kauf nimmt und Millionen seiner Landsleute ein Beschweigen ihrer Vergangenheit ermöglicht.
Der renommierte Zeithistoriker Norbert Frei nimmt den 150. Geburtstag des Gründungskanzlers zum Anlass für ein unbestechliches Portrait des Mannes, der die deutsche Geschichte nach 1945 geprägt hat wie niemand sonst
Norbert Frei lehrte Neuere und Neueste Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Davor forschte er u.a. an dem Institut für Zeitgeschichte, an der Harvard University, in Princeton, in Jerusalem und am Wissenschaftskolleg zu Berlin.
Azubi-Studienfahrt nach Düsseldorf
Beim Angebot handelt es sich um eine Studienfahrt in die Landeshauptstadt Düsseldorf. Die Dauer ist auf drei Tage mit zwei Übernachtungen im Einzelzimmer im B&B HOTEL Düsseldorf-City vom 2. bis 4. Dezember 2026 angelegt.
Ein zentrales Ziel der Fahrt besteht in der Förderung von Demokratiekompetenz und Zivilcourage.
Die Teilnehmenden werden angeregt, sich mit aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen auseinanderzusetzen und Parallelen zu historischen Entwicklungen zu erkennen – etwa im Hinblick auf gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Populismus oder Extremismus. Die Auszubildende sollen gestärkt werden, sich im Berufs- und Privatleben gegen demokratie-feindliche Tendenzen zu positionieren.
Ziel ist es, den Auszubildenden nicht nur (historische) Fakten zu vermitteln, sondern sie zu einem reflektierten Umgang mit Geschichte und Gegenwart zu befähigen. Außerdem sollen sie für Alltagsrassismus, Unrecht, autoritäre Strukturen und Ausgrenzung sensibilisiert werden. Sie sollen erkennen, dass demokratische Systeme keine Selbstverständlichkeiten sind, sondern aktiv verteidigt und gelebt werden müssen.
Gefördert wird die Fahrt über das Förderprogramm „Demokratie leben lernen“ des Kreises Warendorf.
Die nachfolgend aufgeführten Programmpunkte sind für die Teilnehmenden daher kostenfrei.
Programm der Studienfahrt
Mittwoch, 02.12.2026
Anreise per Bahn
Besuch der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf e.V.
Mittagessen im Palito
“Die Spur des Geldes.” Ein interaktiver Stadtrundgang (angefragt)
gemeinsames Abendessen
Donnerstag, 03.12.2026
Workshop “Jüdisches Leben heute” bei SABRA, in Kooperation mit der “Alten Synagoge Essen”
Besuch der Synagoge Düsseldorf
Mittagessen in “Die Kurve” (jüdisches Restaurant)
Führung im “Haus der Parlamentsgeschichte”
Ab ca. 17:30 Uhr Zeit zur freien Verfügung
Freitag, 04.12.2026
Besichtigung des Landtages mit Abgeordnetengespräch (Hedwig Tarner, MdL)
Essen im Landtagsrestaurant, danach Abreise
Informationen zur Anmeldung
Kommunen können ihre Auszubildenden ab sofort direkt bei der VHS Warendorf anmelden – eine Anmeldung durch die Auszubildenden selbst ist aber ebenso möglich. Wichtig ist in jedem Falle: Wir benötigen den vollständigen Namen, die Anschrift, das Geburtsdatum, die Mobilnummer und eine Mailadresse sowie die Kommune, bei der der/die Auszubildende seine/ihre Ausbildung absolviert. Die Anmeldung zur Studienfahrt erfolgt über die VHS Warendorf per Mail an post@vhs-warendorf.de
Gottes Zeit: Jüdische, christliche und pagane Zeitvorstellungen und Zeiterfahrungen in der Antike
War das Leben in der Antike gemütlicher oder gab es damals schon ähnlich viel Stress wie heute? In Judentum wie Christentum gab es Gruppen, die ein schreckliches Ende aller Weltzeit erwarteten.
Wie verbreitet waren solche apokalyptischen Zukunftsszenarien? Wie ging man im Alltag mit den konkurrierenden Zeitrechnungen um, beispielsweise religiös motivierten Zeitrechnungen und politischen Chronologien nach Kaisern oder Konsulen? Wie erfuhren Menschen ganz praktisch, was die Stunde geschlagen hatte und was hatte das alles mit Religion zu tun?
Antworten auf alle diese Fragen finden sich in einem größeren Buch, an dem Christoph Markschies arbeitet und dessen Inhalte er kurz gefasst vorstellt.
Christoph Markschies ist Professor für Antikes Christentum an der Humboldt-Universität zu Berlin und Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.
Er wurde u. a. mit dem Hanns-Lilje-Preis der Göttinger Akademie und dem Leibniz-Preis der DFG ausgezeichnet und gehört dem Orden Pour le mérite für Wissenschaften und Künste an.
„Die Trunkenbolde von Beelen. Feucht-Fröhliches aus Archivalien“
Zu einem ebenso unterhaltsamen wie historischen Vortrag kommt am 07.12.2026 auf Einladung der VHS Warendorf der Kreisarchivar Dr. Knut Langewand in Haus Heuer.
Unter dem Titel „Die Trunkenbolde von Beelen – Feucht-Fröhliches aus den Akten“ nimmt der Leiter des Kreisarchivs die Zuhörer*innen mit auf eine amüsante Reise in die Vergangenheit des Dorflebens.
Anhand originaler Archivquellen berichtet Dr. Langewand von übermäßigem Alkoholkonsum, skurrilen Begebenheiten und kuriosen Geschichten aus vergangenen Zeiten. So erfahren die Gäste unter anderem, dass einst auf 300 Beelener Einwohner eine Kneipe kam, Menschen sogar offiziell zu „Trunkenbolden“ erklärt wurden und der Männergesangverein Concordia im Jahr 1922 eigens die Erlaubnis beantragte, nach einer Theateraufführung eine kleine Tanzlustbarkeit veranstalten zu dürfen.
Freuen Sie sich auf einen kurzweiligen Abend voller humorvoller Geschichten, spannender Einblicke und manch überraschender Anekdote aus der Beelener Ortsgeschichte.
Passend zum Titel und zur Vorweihnachtszeit wird es begleitend einen kleinen Umtrunk mit Glühweinausschank durch den Verein DorfGut Beelen e.V. geben.
Arbeitskreis: Ahnen- und Familienforschung
Ahnen- und Familienforschung - Lesen und Übertragen alter Dokumente in Deutsche Schreibschrift (Kurrent-. Sütterlin- und Runenschrift) Wir treffen uns einmal im Monat, um gemeinsam aus den auf CD, Speicherstick oder in Kopie mitgebrachten alten Dokumenten leicht oder schwer zu entziffernde Briefe, Testamente, Tagebücher o.ä. zu lesen und zu übertragen. Zur Einsichtnahme stehen Literaturhinweise, Empfehlungen zu PC-Programmen sowie Nachschlagewerke für die alten Schriften zur Verfügung. Bitte mitbringen: Schreibblock, Bleistift, Radiergummi, Anspitzer (und falls vorhanden Tablet oder Laptop).Ggf. anfallende Materialkosten/Fahrtkosten der Dozentin sind direkt mit der Dozentin abzurechnen. Eine Anmeldung zu diesem Arbeitskreis ist jederzeit möglich!
Die Bischofskirche von Ostia
Die Bischofskirche von Ostia, der Hafenstadt Roms, wurde von Konstantin dem Großen kurz nach der Legalisierung des Christentums gestiftet.
Damit gehört sie zu den ältesten Kirchen überhaupt. Im Gegensatz zu den meisten anderen konstantinischen Kirchenstiftungen ist diese Bischofskirche nie nachträglich überbaut worden,
so dass hier - einmalig für den Beginn der christlichen Sakralarchitektur - Aussehen und Gestaltung einer Kirche aus der Zeit zwischen 320 und 330 freigelegt werden können.
Seit 2023 wird die Anlage von den Universitäten Bonn und Köln gemeinsam mit dem Deutschen Archäologischen Institut in Rom und in Kooperation mit der römischen Universität La Sapienza ausgegraben.
Im Vortrag werden die Ergebnisse der bisherigen Grabungskampagnen vorgestellt.
Sabine Feist lehrt Christliche Archäologie an der Universität Bonn