Politik/Gesellschaft
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Der Wolf und die Deutschen: Konflikt oder Koexistenz?
Große, langlebige Beutegreifer wie der Wolf werden bewundert und sind zugleich verfemt. Als Leit- und Schirmarten fördern sie den Naturschutzgedanken, als Arten im Zentrum von Konflikten mit zahlreichen Interessensgruppen werden sie verfolgt und getötet.
Kann der Wolf also in unserer Welt überleben? Ja, das geht im Prinzip, wie Mensch-Wildtier-Konflikte mit anderen Raubtieren zeigen. Allerdings setzt das voraus, dass Betroffene gehört und Politik, Naturschutz und Wissenschaft aufeinander zugehen. Wie das aussehen könnte, welche Voraussetzungen es dafür braucht und was der gegenwärtige Stand ist, soll dieser Vortrag erläutern.
Heribert Hofer forscht seit über vierzig Jahren im Freiland zur Verhaltensökologie und dem Naturschutz von Raubtieren (Tüpfelhyäne, Gepard, Fuchs, Dachs, Wolf), ihren Belastungen und Krankheitserregern. Seine Langzeitprojekte in Europa, Tansania und Namibia führten zur vielfachen Beschäftigung mit dem gegenseitigen Verhältnis von Mensch und Wildtieren, Mensch-Wildtier-Konflikten und der Einsicht, dass Schutz von Natur den Einklang mit betroffenen Menschen erfordert.
Neben der Forschung engagiert er sich für den Naturschutz und ist in mehreren wissenschaftlichen Gesellschaften aktiv, zuletzt als Präsident der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ). Bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2025 war er 25 Jahre lang Direktor des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin. Zurzeit ist er Seniorprofessor für interdisziplinäre Wildtierkunde am Institut für Biologie der Freien Universität Berlin.
Technik und Gesellschaft: Wie Bürgerbeteiligung Konflikte lösen kann
Politikverdrossenheit, St.-Florian-Prinzip, Besitzstandswahrung und Anspruchsmentalität – diese Schlagworte kennzeichnen die aktuelle Situation hinsichtlich der Akzeptanz neuer Technologien, Infrastrukturvorhaben oder öffentlicher Planungen. Proteste gegen Technologien und technische Einrichtungen sind durch vielfältige Faktoren begründet. Wie lassen sich diese Konflikte und ihre Ursachen beschreiben? Wie lassen sie sich lösen? Und wie kann die Demokratie in diesen Bereichen gestärkt und bürgernah gestaltet werden? Ortwin Renn beschreibt auf der Basis empirischer Daten (insbesondere des TechnikRadars) die grundlegenden Einstellungen der Deutschen zu Technik und wie sich diese wandeln. Welche Technologien werden begrüßt, welche eher mit Skepsis betrachtet? Und was sind die zentralen Anliegen der Bürgerinnen und Bürger?
Im Vortrag wird zudem erörtert, wie man konstruktiv mit Technikkonflikten umgehen kann und wie Interessen, Präferenzen und Werte in die politische Entscheidungsfindung einbezogen werden können. Ortwin Renn zeigt auf, dass Bürgerbeteiligung die Handlungsspielräume der Politik nicht einengt, sondern vielmehr neue Denk- und Möglichkeitsräume schafft.
Ortwin Renn war von 2016 bis 2022 Wissenschaftlicher Direktor am Institut für Transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS), das seit dem 1. Januar 2023 als Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit – Helmholtz-Zentrum Potsdam geführt wird. Bis zu seiner Pensionierung war er darüber hinaus als ordentlicher Professor für Umwelt- und Techniksoziologie an der Universität Stuttgart tätig. Er war zudem als Gastprofessor an der Beijing Normal University (China) und an der Universität Stavanger (Norwegen) tätig. Des Weiteren ist er Co-Leiter des gemeinnützigen Forschungsinstituts Dialogik gGmbH, welches innovative Formen der Wissenschaftskommunikation und Partizipation erforscht und umsetzt.
Ortwin Renn ist unter anderem Präsidiumsmitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) sowie Mitglied der World Academy of Arts and Sciences, der Nationalen Wissenschaftsakademie Leopoldina und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW). Er ist Mitglied zahlreicher Kommissionen und Gremien zur Politikberatung. Er wurde mit vielen Auszeichnungen geehrt, darunter mit dem Bundesverdienstkreuz erster Klasse, Ehrendoktoren der ETH Zürich und der Mid Sweden University sowie einer Ehrenprofessur der Technischen Universität München. Zu den Publikationen von Ortwin Renn gehören über 30 Monografien und editierte Sammelbände sowie mehr als 250 wissenschaftliche Artikel.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) statt.
Prof. Dr. Markus Köster: "Wie Bilder Geschichte schreiben"
Es gibt Bilder, die in die Geschichte eingehen: der berühmte Kniefall von Bundeskanzler Willy Brandt 1970 in Warschau ist ein Beispiel.
Fotografien wie diese formen unsere Geschichtswahrnehmung. Welche Geschichten stecken hinter den Bildern? Und was können wir aus historischen Beispielen für einen kritisch-kompetenzen Umgang mit der heutigen Flut medialer Bilder lernen?
Anhand ausgewählter Fotografien geht Prof. Dr. Markus Köster am Mittwoch, dem 07.10.2026 auf Einladung der VHS Warendorf auf diese Fragen ein. Als Historiker, Honorarprofessor an der Universität Münster und Leiter des LWL-Medienzentrums forscht er zur Geschichte von Film und Fotografie insbesondere in der Region Westfalen-Lippe.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Stadt Sassenberg.
"Ich entscheide jetzt, wer später für mich entscheiden soll"
Wer denkt daran, dass sich alles von heute auf morgen ändern könnte? Ein Unfall oder eine Krankheit können jeden in eine Situation bringen, in der selbstverantwortliches Handeln verwehrt ist und sinnvolle Entscheidungen nicht mehr getroffen werden können. Wer handelt, wer entscheidet in Vermögens- oder Gesundheitsangelegenheiten, wenn man dazu nicht mehr in der Lage ist? Verwandte, Freunde oder Fremde? Wie werden sie für mich entscheiden? Die Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügungen bieten Möglichkeiten, um für diesen Fall der Fälle vorzusorgen.
Nähere Informationen sind über den Betreuungsverein Innosozial im Kreis Warendorf e.V. Cornelia Lindstedt, Tel. 02581 633257 oder Tel. 02382 709916 zu erhalten.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Betreuungsverein Innosozial im Kreis Warendorf e.V.
Anmeldung unbedingt erforderlich Tel. 02581/93840 oder per mail: vorwald@vhs-warendorf.de
Kohlendioxid als Rohstoff: Wie schließen wir den Kreislauf?
Erdöl und Erdgas dienen seit Jahrzehnten und bis heute in großem Maße weltweit als Energieträger und Rohstoffe für die chemische Industrie, und bleiben zentral für Energiesicherheit und wirtschaftliche Stabilität.
Trotz des steigenden Angebots an alternativer Energie vieler Bereiche können wir nicht auf chemische Energieträger verzichten.
Und für Kunststoffe und andere Produkte der chemischen Industrie brauchen wir weiterhin Kohlenstoffquellen.
Wie können wir dennoch langfristig unsere Rohstoffbasis diversifizieren und technologische Führungsfähigkeit sichern?
Die Nutzung von Kohlendioxid und Methan bietet Möglichkeiten, Kohlenstoff effizient im Kreislauf zu führen und gleichzeitig neue industrielle Wertschöpfungsketten zu erschließen.
Wie kann das konkret funktionieren? Welche Forschungsansätze sind vielversprechend, und wo stehen wir mit der technologischen Entwicklung? Wie lässt sich der Transfer von der Grundlagenforschung in die Anwendung beschleunigen? Die Integration von Katalyse, KI-gestützter Werkstoffforschung und skalierbarer Ingenieurtechnik sind vielversprechende Ansätze in diesem Bereich.
Claus Daniel leitet das Advanced Energy Technologies Directorate am Argonne National Laboratory und hat eine Joint-Position an der University of Chicago Pritzker School of Molecular Engineering.
Er promovierte in Materialwissenschaften an der Universität des Saarlandes in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für Metallforschung Stuttgart.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) statt.
Die Abschottung der Welt: Als Juden vor verschlossenen Grenzen standen. 1933–1945
In Deutschland drangsaliert und verfolgt, versuchten viele Juden verzweifelt, sich ins Ausland zu retten.
Doch potenzielle Zufluchtsstaaten schlossen ihre Grenzen und schotteten sich mit jeder weiteren deutschen Expansion stärker ab.
Der Völkerbund und die US-Regierung bemühten sich erfolglos, die Flüchtlingspolitik zu koordinieren: Auf der Konferenz im französischen Évian berieten im Juli 1938 Staaten und Hilfsorganisationen über die Aufnahme von Flüchtlingen - ohne Ergebnis. Die Nazis höhnten, niemand wolle die Juden haben.
Weil Flüchtlingen eine reguläre Einreise verwehrt blieb, bestiegen sie seeuntüchtige Boote, bezahlten Fluchthelfer und gingen illegale Wege, um sich in Sicherheit zu bringen.
Susanne Heim ist Historikerin und Politikwissenschaftlerin.
Sie war Projektleiterin der wissenschaftlichen Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933 bis 1945", Gastprofessorin in Wien und hat an einschlägigen Institutionen und Archiven in Jerusalem, Washington, Cincinnati und New York geforscht.
Sparsam heizen ohne Schimmel
Schimmel in der Wohnung ist nicht nur ärgerlich, sondern kann auch die Gesundheit der Bewohner gefährden und auf unentdeckte Wasserschäden hinweisen. Schimmelpilz schädigt langfristig die Bausubstanz. Hat sich der Pilz erst eingenistet, folgen häufig Streitereien zwischen Mietern und Vermietern oder zwischen Immobilienbesitzern und Handwerkern. Um die kalten Monate des Jahres mit möglichst wenig Heizenergieverbrauch und nicht zu hohen Energiekosten zu überstehen, darf aber nicht einfach die Heizung beliebig weit runtergedreht oder gar ganz abgestellt werden.
In ihrem Vortrag informiert die Dipl.-Ing. Elke Pape im Auftrag der Verbraucherzentrale NRW über das Zusammenspiel von Luftfeuchte, Raumtemperatur und baulichen Schwachstellen – den Verursachern des Pilzbefalls. Sie zeigt die Rolle von Wärmebrücken und was man beim Lüften sowie bei der Möblierung falsch oder eben richtig machen kann.
Die Tipps zur nachhaltigen Schimmelbekämpfung runden den Vortrag ab.
Es handelt sich um eine Gemeinschaftsveranstaltung der VHS Warendorf in Kooperation mit der Verbraucherzentrale NRW und der Stadt Sassenberg.
Die gebührenfreie Veranstaltung findet in der Mühle in Sassenberg statt, beginnt um 19 Uhr und dauert etwas mehr als eine Stunde. Im Anschluss besteht ausreichend Gelegenheit für Fragen und Austausch. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Künstliche Intelligenz und Bildung – Lernen mit und lernen trotz KI
Künstliche Intelligenz wird zunehmend Teil von Alltag, Arbeitswelt und Schule. KI kann uns bei komplexen Aufgaben unterstützen, von Routinetätigkeiten entlasten und Lernprozesse gezielt begleiten.
Gleichzeitig birgt eine Überdelegation kognitiver Aufgaben an KI das Risiko, dass wesentliche Kompetenzen verloren gehen oder gar nicht erst erworben werden.
Der Vortrag zeigt auf, wie KI-Systeme und deren Nutzung gestaltet werden können, um Kompetenzverlust entgegenzuwirken.
Ute Schmid ist Mitglied im Direktorium und im Geschäftsleitenden Ausschuss des bidt. Sie ist Professorin für Kognitive Systeme an der Universität Bamberg und lehrt und forscht seit vielen Jahren im Bereich Künstliche Intelligenz mit Fokus auf menschenähnliches maschinelles Lernen und Methoden für interaktives und erklärendes Lernen. Ute Schmid ist Mitglied im Bayerischen KI-Rat und EurAI Fellow.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Bayerischen Forschungsinstitut für Digitale Transformation (bidt) statt.
Stephan Lebert: „Der blinde Fleck. Die vererbten Traumata des Krieges – und warum das Schweigen in den Familien jetzt aufbricht“
Die Schoah und das Ende des Zweiten Weltkriegs liegen weit zurück, es leben nur noch wenige Zeitzeugen und Zeitzeuginnen. Ihre Vergangenheit jedoch hinterlässt bis heute Spuren in den Familien. Geprägt durch eine Katastrophe, die sie nicht selbst erlebt haben, haben viele Nachkommen der Täter, Komplizen, Handlanger, Mitläufer und Opportunisten seelische Wunden, deren Ursachen sie oft nur vage kennen: zwischenmenschliche Kälte, Schuldgefühle, Ängste, Einsamkeit, ein Gefühl der Entwurzelung. In vielen Familien sind bleiernes Schweigen, verdrängte Erinnerungen, wohlgehütete Geheimnisse, hartnäckige Lügen allgegenwärtig – ein erdrückendes Erbe, dessen Gift bis heute wirkt. Doch nun bricht dieser Panzer des Schweigens auf: Da sie keine Konfrontation mit den Großeltern oder Eltern mehr fürchten müssen, recherchieren immer mehr Menschen ihre Familiengeschichte und spüren nach, wie sich diese auf die eigenen Lebensmuster ausgewirkt hat. Der Trauma- und Stressexperte Louis Lewitan und der preisgekrönte Journalist Stephan Lebert schreiben anhand von ergreifenden Gesprächen mit Betroffenen über die ebenso schwierige wie befreiende Auseinandersetzung mit der Last der eigenen Familiengeschichte. Ein Beitrag zur deutschen Erinnerungskultur, der aktueller denn je ist. Auf Einladung der VHS Warendorf kommt Stephan Lebert am 02.11.2026 nach Warendorf, um aus dem Buch zu lesen und mit den interessierten Teilnehmer*innen in den Austausch zu gehen.
Zum Referenten:
Stephan Lebert, Jahrgang 1961, besuchte die Deutsche Journalistenschule in München. Ab 1985 arbeitete er bei der „Süddeutschen Zeitung“, danach folgte ein Jahr beim „Spiegel“, und von 1999 bis 2004 war Stephan Lebert leitender Redakteur beim „Tagesspiegel“ in Berlin. Heute arbeitet er als Redakteur für besondere Aufgaben bei der Wochenzeitung „Die Zeit“. Er wurde mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis ausgezeichnet. Im Jahr 2000 veröffentlichte Stephan Lebert das Sachbuch „Denn Du trägst meinen Namen“ über das Erbe prominenter Nazi-Kinder mit Porträts von seinem Vater, dem SZ-Journalisten Norbert Lebert. 2002 gab er gemeinsam mit seiner Mutter Ursula Lebert, einer langjährigen „Brigitte“-Autorin, die Reportagen-Sammlung „Du bist mein Augenstern. Was die Zeit aus Ehen macht“ heraus.
Veränderungsstress. Warum tun sich Gesellschaften mit Veränderungen so schwer?
Der Vortrag beschäftigt sich mit der Frage, wie Menschen Veränderungen wahrnehmen und wie unterschiedliche Gruppen auf sozialen Wandel reagieren.
Es soll gezeigt werden, dass ein Teil unserer gegenwärtigen Konflikte mit der starken Dynamisierung der Gesellschaft zu tun haben.
Es wird auch diskutiert, wie sich Kontinuitätsbedürfnisse und Veränderungsanforderungen miteinander kombinieren lassen.
Steffen Mau ist Professor für Makrosoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und Direktor des Max-Planck-Instituts zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen.
2021 erhielt er den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Seine Bücher Ungleich Vereint. Warum der Osten anders bleibt (2024) sowie die gemeinsam mit Thomas Lux und Linus Westheuser verfasste Studie Triggerpunkte. Konsens und Konflikt in der Gegenwartsgesellschaft (2023) standen monatelang auf der Sachbuch-Bestenliste und auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste. Für Ungleich Vereint erhielt er außerdem den Bayrischen Buchpreis 2024 und stand auf der Shortlist für den Sachbuchpreis des Norddeutschen Rundfunks.
Gemeinsames und Kurioses unter den Sprachen Europas
Wir machen uns auf eine Rundreise durch die Eurolinguistik, jene Wissenschaft, die nach den Gemeinsamkeiten unter den Sprachen Europas sucht.
Wir durchstreifen die Gebiete Wortschatz, Grammatik, Aussprache, Schreibung und Kommunikationsgepflogenheiten.
Wie drückt sich die europäische Sichtweise im Wortschatz aus? Aus welchen Sprachen haben die Europäer gerne Wörter übernommen?
Welche typischen Grammatik-, Aussprache- und Schreibkonventionen gibt es? Welche Gepflogenheiten gibt es beim Austausch miteinander?
Und: auf welche Kuriositäten stoßen wir?
Joachim Grzega ist einer der führenden Eurolinguisten.
Er leitet an der VHS Donauwörth den Projektbereich “Innovative Europäische Sprachlehre (InES)” und lehrt an der Universität Eichstätt.
Götz Aly: Wie konnte das geschehen? Deutschland zwischen 1933 bis 1945
Götz Aly zählt zu den bekanntesten Autoren zur Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocaust. In seinem 2025 erschienenen Buch „Wie konnte das geschehen? Deutschland 1933-1945“ widmet sich Aly den Herrschaftsmethoden, mit denen die NS-Machthaber Millionen Deutsche in gefügige Vollstrecker oder in vom Krieg abgestumpfte Mitmacher verwandelten – und von denen nicht wenige beängstigend aktuell sind.
Denn in einer schweren Krise wurde die NSDAP 1932 zur mit Abstand stärksten Partei gewählt. Bald konnte sie die Macht übernehmen und auf wachsende gesellschaftliche Zustimmung bauen. Hitler brauchte den Krieg – das Volk fürchtete sich davor. Dennoch terrorisierten schließlich 18 Millionen deutsche Soldaten Europa. Wie kam es dazu? Warum beteiligten sich Hunderttausende an beispiellosen Massenmorden?
Die Antwort ist vielschichtig. Die NSDAP versprach den Deutschen Aufstieg und Wohlstand, zugleich hielt man die Menschen in Bewegung, keine Atempause, keine Zeit zum Nachdenken, so ging es Richtung Krieg. Als der Glaube an einen Sieg nachließ, wurde aus der Volksgemeinschaft eine Verbrechensgemeinschaft. Jeder konnte wissen, welche Schuld die Deutschen auf sich luden, die Angst vor dem, was nach einer Niederlage geschehen würde, wurde bewusst geschürt.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Bündnis „Warendorf zeigt klare Kante“ statt.
Zum Autor
Götz Aly ist Historiker und Journalist. Er arbeitete für die »taz«, die »Berliner Zeitung« und als Gastprofessor. Seine Bücher werden in viele Sprachen übersetzt. 2002 erhielt er den Heinrich-Mann-Preis, 2003 den Marion-Samuel-Preis, 2012 den Ludwig-Börne-Preis. Bei S. Fischer erschienen von ihm u.a. 2011 »Warum die Deutschen? Warum die Juden? Gleichheit, Neid und Rassenhass 1800-1933« sowie 2013 »Die Belasteten. ›Euthanasie‹ 1939-1945. Eine Gesellschaftsgeschichte«. Im Februar 2017 erschien seine große Studie über die europäische Geschichte von Antisemitismus und Holocaust »Europa gegen die Juden 1880–1945«. Für dieses Buch erhielt er 2018 den Geschwister-Scholl-Preis.
Preise:
Heinrich-Mann-Preis für Essayistik der Akademie der Künste Berlin 2002
Marion-Samuel-Preis 2003
Bundesverdienstkreuz am Bande 2007
National Jewish Book Award, USA 2007
Ludwig-Börne-Preis 2012
Estrongo Nachama Preis für Zivilcourage und Toleranz 2018
Geschwister-Scholl-Preis 2018
Studienfahrt zur Wewelsburg in Büren
Am Samstag, den 7. November 2027, bietet die Volkshochschule eine Studienfahrt zur Wewelsburg bei Büren an. Die markante, dreieckige Burganlage ist heute eine zentrale Erinnerungs- und Gedenkstätte und ein bedeutender Lernort zur Geschichte des Nationalsozialismus.
Die Wewelsburg steht exemplarisch für die Verflechtung von Ideologie und Gewalt: Einerseits planten die Nationalsozialisten hier ein ideologisches Zentrum der SS, andererseits entstand in unmittelbarer Nähe ein Konzentrationslager. Als Ort der Täter wie der Opfer eröffnet die Wewelsburg einen eindringlichen Zugang zur Geschichte des NS-Regimes.
Im Mittelpunkt des Besuchs steht die Dauerausstellung „Ideologie und Terror der SS“, die auf über 850 m² die Geschichte der Wewelsburg im Nationalsozialismus umfassend dokumentiert. Sie verknüpft lokale Ereignisse mit übergeordneten historischen Zusammenhängen und macht die Mechanismen von Herrschaft, Propaganda und Verfolgung anschaulich nachvollziehbar.
Eine fachkundige Führung begleitet die Gruppe durch die Ausstellung. Darüber hinaus werden Perspektiven eröffnet, sich vertieft mit Einzelschicksalen auseinanderzusetzen: Wer waren die Menschen, die hier wirkten – als Täter oder als Opfer? Biografische Zugänge ermöglichen es, individuelle Lebenswege nachzuvollziehen und historische Entwicklungen besser zu verstehen.
Neben dem geführten Programm bleibt Zeit für eigene Erkundungen sowie für Austausch und Diskussion in der Gruppe.
Die Studienfahrt richtet sich an alle, die sich für Geschichte und politische Bildung interessieren und sich intensiv mit Fragen von Verantwortung, Erinnerungskultur und demokratischen Werten auseinandersetzen möchten.
Es handelt sich bei der Studienfahrt um eine Kooperation der VHS Warendorf mit der VHS Reckenberg-Ems.
Gebühr: 30,- € p. P.
Leistungen:
·Busfahrt ab Warendorf Bahnhof über Rheda-Wiedenbrück nach Büren/Wewelsburg und zurück
·Eintritt und Führung in der Wewelsburg
·Begleitung durch die Volkshochschule
8:30 Uhr ab Warendorf Bahnhof. Die Rückkehr ist für ca. 19 Uhr geplant.
Trump und die MAGA-Bewegung
"Gibt es einen Trumpismus ohne Trump?
Wie wird sich die MAGA-Bewegung angesichts der immer eklatanter werdenden Führungsschwäche des alternden Präsidenten weiterentwickeln?
Wie sieht es in der MAGA-Bewegung intern aus?
Der Vortrag zeichnet ein Innenbild der rivalisierenden Strömungen der trumpistischen Szene in den USA im Umfeld der anstehenden Zwischenwahlen und analysiert die Stärkeverhältnisse innerhalb der rechten Szene in den USA."
Michael Hochgeschwender lehrt Nordamerikanische Kulturgeschichte, Empirische Kulturforschung und Kulturanthropologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Prof. Dr. Alexander Bosse: Schillers Schädel – eine Spurensuche
Alles begann 21 Jahre nach Schillers Tod (9. Mai 1805). Am 13. März 1826 steigt Weimars Bürgermeister Carl Leberecht Schwabe in das „Landschafts-Cassen Leichengewölbe“ auf dem Jacobs-Friedhof. Er sucht die Nr. 52, das ist der Sarg mit Schillers Gebeinen. Da er scheitert, birgt er nach mehreren Grabungen 23 Schädel. Bürgermeister Schwabe erkennt in dem größten Schädel den Friedrich Schillers.
Der Schädel wird schließlich in der Großherzoglichen Bibliothek aufbewahrt, in einem dafür angefertigten, verschließbaren Behälter. Doch es entwickelte sich ein Gelehrtenstreit um die Echtheit des Schädels, der bis in die Jetzt-Zeit reicht. Denn zuletzt sollte eine DNA-Analyse klären, welcher Schädel der echte Schädel von Friedrich von Schiller ist.
In seinem Vortrag stellt Prof. Dr. Alexander Bosse, Pathologe und Telgter Neubürger, die interessanten Details des Streits um Schillers Schädel vor.
Los geht es um 19 Uhr.
Zum Hintergrund:
Schiller, geboren am 10.11.1759, gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker, Lyriker und Essayisten („Die Räuber“, „Kabale und Liebe“, „Wilhelm Tell“, „Das Lied von der Glocke“ etc.). Er starb am 09. Mai 180ß5 im Alter von 45 Jahren an einer akuten Lungenentzündung. Schillers Leichnam wurde zunächst im Kassengewölbe auf dem Jacobsfriedhof Weimar beigesetzt. 1826 sollten seine Gebeine geborgen werden. Allerdings war die klare Identifikation nicht mehr möglich. Darum brachte man diejenigen Gebeine, die am ehesten in Frage kamen, in die Herzogin Anna Amalia Bibliothek. Im Herbst 1826 entlieh sich Goethe von dort heimlich den Schädel. Nur seinen Freund Wilhelm von Humboldt weihte er ein, der es jedoch weitererzählte. Im Anblick des Schädels schrieb Goethe das Gedicht „Bei Betrachtung von Schillers Schädel“. Die sterblichen Überreste wurden am 16. Dezember 1827 in die Fürstengruft auf dem neuen Weimarer Friedhof überführt, wo später auch Goethe auf eigenen Wunsch „an Schillers Seite“ bestattet wurde. 1911 wurde ein weiterer Schädel gefunden, der ebenfalls Schiller zugeschrieben wurde. Jahrelang stritt man, welcher der richtige sei.
Zum Referenten:
Herr Prof. Dr. med. Alexander Bosse wurde 1952 in Bramsche/ Niedersachsen geboren. Er studierte in Münster Medizin und wurde hier wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Pathologie der Universität in Münster. Weitere Stationen waren die Ruhr-Universität in Bochum, wo er sich über ein osteologisches Thema habilitierte. Im Jahre 1997 folgte er dem Ruf auf eine ordentliche Professur an der RWTH Aachen mit eigenständiger Vertretung des Facharztgebietes Pathologie-Zytopathologie. Im Jahre 1998 wurde er Ärztlicher Direktor am Institut für Pathologie des Klinikums Stuttgart - Katharinenhospital. Das Institut ist verantwortlich für die pathologischen Leistungen der Häuser des Klinikum Stuttgart, daneben werden weitere Krankenhäuser der Region mit diagnostischen Leistungen versorgt. Es wird die gesamte morphologische Diagnostik bei Berücksichtigung sämtlicher innovativer diagnostischer Möglichkeiten der Pathologie durchgeführt. Dabei kommt der molekularen
Diagnostik (Molekulare Forensik, molekulare (Paleo-)Pathologie) mit einer akkreditierten Abteilung im Sinne einer Zentrumsfunktion für den Stuttgarter Raum eine wesentliche Bedeutung zu.
Seit kurzem wohnt er in Telgte.
Schöner streiten – Mitmach-Workshop zum Debattieren
Wie gelingt es, kontroverse Themen fair, respektvoll und überzeugend zu diskutieren? In unserem interaktiven Workshop „Schöner streiten“ lernen wir gemeinsam, wie konstruktives Debattieren funktioniert – gerade auch dann, wenn die Meinungen auseinandergehen.
Im Mittelpunkt steht – anders als bei Debattierwettbewerben - nicht das Training klassischer Rhetoriktechniken, um den „Gegner“ zu besiegen. Stattdessen soll das Format dazu dienen, andere Perspektiven besser zu verstehen und Gespräche mit unterschiedlichen Ansichten und sich widersprechenden Argumenten sachlich und auf Augenhöhe führen zu können.
„Schöner streiten“ ist ein Mitmachformat: Sie sind ausdrücklich aufgefordert, Ihre Erfahrungen, Fragen und Sichtweisen aktiv einzubringen!
Lernziele des Workshops
Der Workshop stärkt zentrale Kompetenzen politischer Bildung in verdichteter Form. Die Teilnehmenden:
·schärfen ihre Urteilsfähigkeit durch reflektierte Meinungsbildung und differenziertes Abwägen von Argumenten
·erweitern ihre Perspektivenkompetenz und fördern Toleranz gegenüber pluralen Sichtweisen
·vertiefen ihre argumentative Präzision sowie den kritischen Umgang mit Begründungen und Fehlschlüssen
·erproben einen souveränen Umgang mit Kontroversen und reflektieren Dynamiken öffentlicher Auseinandersetzung
·festigen demokratische Grundhaltungen wie Respekt, Fairness und Anerkennung von Meinungsvielfalt
Anhand einer exemplarischer Debattenfrage – die z.B. alltagsnahe Regelungen oder auch grundsätzliche politische Entscheidungen betreffen kann – wird das Argumentieren praxisnah und in der unmittelbaren Auseinandersetzung geübt.
Die Veranstaltung ist ein Format der politischen Bildung und wird von der VHS Warendorf in Kooperation mit dem Demokratietreff Telgte angeboten.
Um Anmeldung wird gebeten, damit wir den Workshop optimal planen können. Wir freuen uns auf einen anregenden Austausch!
Franz Kafka und Prag
Prag, die Hauptstadt Böhmens, war um 1900 durchaus nicht das gemütliche k.u.k.-Reservat, das sich heutige Touristen gerne vorstellen.
Die Stadt war geprägt von sich zuspitzenden nationalen Gegensätzen zwischen Tschechen und Deutschen, was vor allem die jüdische Bevölkerung in eine prekäre Lage versetzte.
Aber auch das Tempo, mit dem eine Vielzahl technischer Innovationen innerhalb weniger Jahre durchgesetzt wurde, ließ bei vielen Bewohnern das Gefühl aufkommen, am Ende einer Epoche zu stehen.
Sehr genau registrierte Kafka die unheimliche Faszination dieser Herausforderung: Telefone, Diktiergeräte, nächtlich beleuchtete Straßen, elektrische Trams und nicht zuletzt Kinos veränderten auch seinen Alltag.
Dr. Reiner Stach studierte Philosophie, Literaturwissenschaft und Mathematik.
1987 erschien seine Monographie ›Kafkas erotischer Mythos‹. 1999 gestaltete Stach die Ausstellung ›Kafkas Braut‹, in der er den Nachlass Felice Bauers präsentierte, den er in den USA entdeckt hatte.
2002 und 2008 erschienen die ersten beiden Bände der hochgelobten dreiteiligen Kafka-Biographie. 2008 wurde Reiner Stach für ›Kafka: Die Jahre der Erkenntnis‹ mit dem Sonderpreis zum Heimito-von-Doderer-Literaturpreis ausgezeichnet.
Für sein herausragendes Gesamtwerk auf dem Feld der literarischen Biographik erhielt er 2016 den Joseph-Breitbach-Preis.
„Die Möllner Briefe“ – Filmabend & Gespräch mit Ibrahim Arslan
"Die Möllner Briefe" (internationaler Titel The Moelln Letters) ist ein Dokumentarfilm der Regisseurin Martina Priessner. Der Film thematisiert den rassistischen Brandanschlag von Mölln im Jahr 1992, bei dem drei Menschen ums Leben kamen, und verfolgt die Geschichte von İbrahim Arslan, einem Überlebenden des Anschlags. Arslan erfuhr erst 2019 von den „Möllner Briefen“, in denen Hunderte von Menschen ihre Anteilnahme und Solidarität mit den Opfern des Anschlags ausdrückten. Der Film folgt Arslans Spurensuche nach den Verfassern dieser Briefe und untersucht die Bedeutung der Erinnerung an den Anschlag sowie die Lücken in der deutschen Erinnerungskultur. Anlässlich der 75. Berlinale feierte der Film im Jahr 2025 in der Sektion Panorama seine Weltpremiere.
Die „Möllner Briefe“ gelten als ein besonderes Zeitzeugnis der deutschen Geschichte und wurden in die Sammlung des Dokumentationszentrums und Museums über die Migration in Deutschland (DOMiD) aufgenommen. Sie dokumentieren das Entsetzen der Zivilgesellschaft über die rassistischen Brandanschläge Anfang der 1990er Jahre und das Mitgefühl mit den Betroffenen. Durch die Archivierung und Digitalisierung bei DOMiD werden die Briefe künftig der Forschung zugänglich gemacht, unter Wahrung der Persönlichkeitsrechte.[1]
Am 20.11.2026 wird aufgrund der Initiative des DemokratieTreffs Telgte in Kooperation mit der VHS Warendorf und dem Museum Religio der Dokumentarfilm gezeigt. Zeitzeuge und Betroffener Ibrahim Arslan wird dabei persönlich vor Ort sein und für Fragen sowie den Austausch zur Verfügung stehen.
Notfallvorsorge und Katastrophenschutz
Wie gut sind Sie auf einen Notfall vorbereitet? Ob Stromausfall, Extremwetter oder andere Krisensituationen – jede*r kann plötzlich betroffen sein. Umso wichtiger ist es, vorbereitet zu sein und im Ernstfall besonnen handeln zu können.
Die Stadt Warendorf lädt gemeinsam mit der VHS Warendorf zu einem Infoabend ein. Hier wird die Schulungsreihe zum Themenkomplex „Notfallvorsorge und Katastrophenschutz“ vorgestellt, die ab Januar 2027 zum zweiten Mal in Warendorf durchgeführt wird.
Ziel dieses Angebots ist es, Bürger*innen dazu zu befähigen, in Notfällen und bei Katastrophen sicher und wirksam zu handeln. Neben fundiertem Wissen über richtiges Verhalten geht es auch darum, Eigenverantwortung zu übernehmen und andere unterstützen zu können.
Ein Blick auf die aktuelle weltpolitische Lage zeigt: Notfallvorsorge ist kein Randthema, sondern betrifft uns alle. Das neue Schulungsangebot soll helfen, dieses Bewusstsein nachhaltig zu stärken.
Der Infoabend findet am 25.11.2026 in der Aula der VHS Warendorf statt. Die Teilnahme bietet Ihnen die Möglichkeit, Inhalte, Ablauf und Ziele der Schulung kennenzulernen sowie Fragen direkt zu klären. Eine Teilnahme am Infoabend ist jedoch ausdrücklich keine Voraussetzung zur Teilnahme an der Schulung.
Der kostenfreie Infoabend wird gemeinsam von Frank Sölken, Amtsleiter und Leiter der Feuerwehr Warendorf und Dr. Mareike Beer, Leiterin der VHS Warendorf gestaltet.
Albrecht von Lucke: Das Ende der Welt, wie wir sie kannten - Deutschland zwischen globalen Krisen un
Das Jahr 2026 ist von tiefgreifenden Umbrüchen geprägt – innen- wie außenpolitisch.
In der Innenpolitik endet die Statik der alten Bundesrepublik, die stets von einem Wechsel von rechter und linker Mitte geprägt war. Der neue Herausforderer und die – nicht mehr nur im Osten – stärkste Kraft heißt AfD. Das ändert alles und setzt die alten Volksparteien massiv unter Druck. Die Landtagswahlen im September 2026 werfen drängende Fragen auf, zur Zukunft der Demokratie und zum Umgang mit radikalen Strömungen.
Außenpolitisch hat der eskalierende Konflikt um den Iran die Energieversorgung zu einer Waffe gemacht und damit die internationale Ordnung enorm destabilisiert. Gleichzeitig stellt die Präsidentschaft Donald Trumps das transatlantische Verhältnis weiter massiv in Frage – auch bereits mit Blick auf die so wichtigen Zwischenwahlen in den USA am 3. November. Und während sich Europa „dank Trump“ zunehmend gezwungen sieht, eigenständiger zu handeln, geht Russlands Krieg gegen die Ukraine unvermindert weiter.
Mit Blick auf 2027 stehen somit entscheidende Weichenstellungen bevor: Wie kann Europa auf die sich zuspitzenden globalen Konflikte reagieren, vor allem angesichts einer neuen, dann vielleicht sogar rechtsradikalen Präsidentschaft in Frankreich? Wird es dem Kontinent trotzdem gelingen, sicherheitspolitisch unabhängiger zu werden? Und welche Lehren zieht Deutschland aus einem Jahr massiver innenpolitischer Spannungen und internationaler Krisen – wenn denn seine Regierung am Ende des Jahres überhaupt noch eine Zukunft hat?
Über diese Entwicklungen, ihre Hintergründe und möglichen Konsequenzen spricht und diskutiert mit Ihnen Albrecht von Lucke. Der Jurist und Politikwissenschaftler wurde 1967 in Ingelheim am Rhein geboren. Seit 1989 lebt er in Berlin, seit 2003 ist er Redakteur der renommierten Monatszeitschrift „Blätter für deutsche und internationale Politik“. Darüber hinaus ist er regelmäßiger Gast in Hörfunk und Fernsehen, unter anderem im ARD-Presseclub, in der Phönix-Runde sowie bei politischen Talkformaten. Für seine publizistische Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Lessing-Förderpreis für Kritik und dem Otto-Brenner-Preis „Spezial“.
Dazu spricht und diskutiert mit Ihnen am 27.11.2026 Albrecht von Lucke.
Der Jurist und Politikwissenschaftler wurde 1967 in Ingelheim am Rhein geboren. Seit 1989 lebt er in Berlin, seit 2003 ist er Redakteur der renommierten Monatszeitschrift „Blätter für deutsche und internationale Politik“. Darüber hinaus ist er regelmäßiger Gast in Hörfunk und Fernsehen, u.a. im ARD-Presseclub, in der Phönix-Runde, bei Maybrit Illner, Sandra Maischberger und Caren Miosga. 2014 wurde Albrecht von Lucke mit dem Lessing-Förderpreis für Kritik ausgezeichnet, 2018 mit dem Otto-Brenner-Preis „Spezial“.
Bereits im November 2025 war von Lucke zu Gast in der VHS Warendorf – nun können wir genau ein Jahr später den Gesprächsfaden wieder aufgreifen und eine Bilanz ziehen sowie einen Ausblick ins neue Jahr 2027 wagen.