Politik/Gesellschaft
Kurse (23)
Loading...
Kohlendioxid als Rohstoff: Wie schließen wir den Kreislauf?
Erdöl und Erdgas dienen seit Jahrzehnten und bis heute in großem Maße weltweit als Energieträger und Rohstoffe für die chemische Industrie, und bleiben zentral für Energiesicherheit und wirtschaftliche Stabilität.
Trotz des steigenden Angebots an alternativer Energie vieler Bereiche können wir nicht auf chemische Energieträger verzichten.
Und für Kunststoffe und andere Produkte der chemischen Industrie brauchen wir weiterhin Kohlenstoffquellen.
Wie können wir dennoch langfristig unsere Rohstoffbasis diversifizieren und technologische Führungsfähigkeit sichern?
Die Nutzung von Kohlendioxid und Methan bietet Möglichkeiten, Kohlenstoff effizient im Kreislauf zu führen und gleichzeitig neue industrielle Wertschöpfungsketten zu erschließen.
Wie kann das konkret funktionieren? Welche Forschungsansätze sind vielversprechend, und wo stehen wir mit der technologischen Entwicklung? Wie lässt sich der Transfer von der Grundlagenforschung in die Anwendung beschleunigen? Die Integration von Katalyse, KI-gestützter Werkstoffforschung und skalierbarer Ingenieurtechnik sind vielversprechende Ansätze in diesem Bereich.
Claus Daniel leitet das Advanced Energy Technologies Directorate am Argonne National Laboratory und hat eine Joint-Position an der University of Chicago Pritzker School of Molecular Engineering.
Er promovierte in Materialwissenschaften an der Universität des Saarlandes in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für Metallforschung Stuttgart.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) statt.
Die Abschottung der Welt: Als Juden vor verschlossenen Grenzen standen. 1933–1945
In Deutschland drangsaliert und verfolgt, versuchten viele Juden verzweifelt, sich ins Ausland zu retten.
Doch potenzielle Zufluchtsstaaten schlossen ihre Grenzen und schotteten sich mit jeder weiteren deutschen Expansion stärker ab.
Der Völkerbund und die US-Regierung bemühten sich erfolglos, die Flüchtlingspolitik zu koordinieren: Auf der Konferenz im französischen Évian berieten im Juli 1938 Staaten und Hilfsorganisationen über die Aufnahme von Flüchtlingen - ohne Ergebnis. Die Nazis höhnten, niemand wolle die Juden haben.
Weil Flüchtlingen eine reguläre Einreise verwehrt blieb, bestiegen sie seeuntüchtige Boote, bezahlten Fluchthelfer und gingen illegale Wege, um sich in Sicherheit zu bringen.
Susanne Heim ist Historikerin und Politikwissenschaftlerin.
Sie war Projektleiterin der wissenschaftlichen Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933 bis 1945", Gastprofessorin in Wien und hat an einschlägigen Institutionen und Archiven in Jerusalem, Washington, Cincinnati und New York geforscht.
Sparsam heizen ohne Schimmel
Schimmel in der Wohnung ist nicht nur ärgerlich, sondern kann auch die Gesundheit der Bewohner gefährden und auf unentdeckte Wasserschäden hinweisen. Schimmelpilz schädigt langfristig die Bausubstanz. Hat sich der Pilz erst eingenistet, folgen häufig Streitereien zwischen Mietern und Vermietern oder zwischen Immobilienbesitzern und Handwerkern. Um die kalten Monate des Jahres mit möglichst wenig Heizenergieverbrauch und nicht zu hohen Energiekosten zu überstehen, darf aber nicht einfach die Heizung beliebig weit runtergedreht oder gar ganz abgestellt werden.
In ihrem Vortrag informiert die Dipl.-Ing. Elke Pape im Auftrag der Verbraucherzentrale NRW über das Zusammenspiel von Luftfeuchte, Raumtemperatur und baulichen Schwachstellen – den Verursachern des Pilzbefalls. Sie zeigt die Rolle von Wärmebrücken und was man beim Lüften sowie bei der Möblierung falsch oder eben richtig machen kann.
Die Tipps zur nachhaltigen Schimmelbekämpfung runden den Vortrag ab.
Es handelt sich um eine Gemeinschaftsveranstaltung der VHS Warendorf in Kooperation mit der Verbraucherzentrale NRW und der Stadt Sassenberg.
Die gebührenfreie Veranstaltung findet in der Mühle in Sassenberg statt, beginnt um 19 Uhr und dauert etwas mehr als eine Stunde. Im Anschluss besteht ausreichend Gelegenheit für Fragen und Austausch. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Künstliche Intelligenz und Bildung – Lernen mit und lernen trotz KI
Künstliche Intelligenz wird zunehmend Teil von Alltag, Arbeitswelt und Schule. KI kann uns bei komplexen Aufgaben unterstützen, von Routinetätigkeiten entlasten und Lernprozesse gezielt begleiten.
Gleichzeitig birgt eine Überdelegation kognitiver Aufgaben an KI das Risiko, dass wesentliche Kompetenzen verloren gehen oder gar nicht erst erworben werden.
Der Vortrag zeigt auf, wie KI-Systeme und deren Nutzung gestaltet werden können, um Kompetenzverlust entgegenzuwirken.
Ute Schmid ist Mitglied im Direktorium und im Geschäftsleitenden Ausschuss des bidt. Sie ist Professorin für Kognitive Systeme an der Universität Bamberg und lehrt und forscht seit vielen Jahren im Bereich Künstliche Intelligenz mit Fokus auf menschenähnliches maschinelles Lernen und Methoden für interaktives und erklärendes Lernen. Ute Schmid ist Mitglied im Bayerischen KI-Rat und EurAI Fellow.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Bayerischen Forschungsinstitut für Digitale Transformation (bidt) statt.
Stephan Lebert: „Der blinde Fleck. Die vererbten Traumata des Krieges – und warum das Schweigen in den Familien jetzt aufbricht“
Die Schoah und das Ende des Zweiten Weltkriegs liegen weit zurück, es leben nur noch wenige Zeitzeugen und Zeitzeuginnen. Ihre Vergangenheit jedoch hinterlässt bis heute Spuren in den Familien. Geprägt durch eine Katastrophe, die sie nicht selbst erlebt haben, haben viele Nachkommen der Täter, Komplizen, Handlanger, Mitläufer und Opportunisten seelische Wunden, deren Ursachen sie oft nur vage kennen: zwischenmenschliche Kälte, Schuldgefühle, Ängste, Einsamkeit, ein Gefühl der Entwurzelung. In vielen Familien sind bleiernes Schweigen, verdrängte Erinnerungen, wohlgehütete Geheimnisse, hartnäckige Lügen allgegenwärtig – ein erdrückendes Erbe, dessen Gift bis heute wirkt. Doch nun bricht dieser Panzer des Schweigens auf: Da sie keine Konfrontation mit den Großeltern oder Eltern mehr fürchten müssen, recherchieren immer mehr Menschen ihre Familiengeschichte und spüren nach, wie sich diese auf die eigenen Lebensmuster ausgewirkt hat. Der Trauma- und Stressexperte Louis Lewitan und der preisgekrönte Journalist Stephan Lebert schreiben anhand von ergreifenden Gesprächen mit Betroffenen über die ebenso schwierige wie befreiende Auseinandersetzung mit der Last der eigenen Familiengeschichte. Ein Beitrag zur deutschen Erinnerungskultur, der aktueller denn je ist. Auf Einladung der VHS Warendorf kommt Stephan Lebert am 02.11.2026 nach Warendorf, um aus dem Buch zu lesen und mit den interessierten Teilnehmer*innen in den Austausch zu gehen.
Zum Referenten:
Stephan Lebert, Jahrgang 1961, besuchte die Deutsche Journalistenschule in München. Ab 1985 arbeitete er bei der „Süddeutschen Zeitung“, danach folgte ein Jahr beim „Spiegel“, und von 1999 bis 2004 war Stephan Lebert leitender Redakteur beim „Tagesspiegel“ in Berlin. Heute arbeitet er als Redakteur für besondere Aufgaben bei der Wochenzeitung „Die Zeit“. Er wurde mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis ausgezeichnet. Im Jahr 2000 veröffentlichte Stephan Lebert das Sachbuch „Denn Du trägst meinen Namen“ über das Erbe prominenter Nazi-Kinder mit Porträts von seinem Vater, dem SZ-Journalisten Norbert Lebert. 2002 gab er gemeinsam mit seiner Mutter Ursula Lebert, einer langjährigen „Brigitte“-Autorin, die Reportagen-Sammlung „Du bist mein Augenstern. Was die Zeit aus Ehen macht“ heraus.
Veränderungsstress. Warum tun sich Gesellschaften mit Veränderungen so schwer?
Der Vortrag beschäftigt sich mit der Frage, wie Menschen Veränderungen wahrnehmen und wie unterschiedliche Gruppen auf sozialen Wandel reagieren.
Es soll gezeigt werden, dass ein Teil unserer gegenwärtigen Konflikte mit der starken Dynamisierung der Gesellschaft zu tun haben.
Es wird auch diskutiert, wie sich Kontinuitätsbedürfnisse und Veränderungsanforderungen miteinander kombinieren lassen.
Steffen Mau ist Professor für Makrosoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und Direktor des Max-Planck-Instituts zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen.
2021 erhielt er den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Seine Bücher Ungleich Vereint. Warum der Osten anders bleibt (2024) sowie die gemeinsam mit Thomas Lux und Linus Westheuser verfasste Studie Triggerpunkte. Konsens und Konflikt in der Gegenwartsgesellschaft (2023) standen monatelang auf der Sachbuch-Bestenliste und auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste. Für Ungleich Vereint erhielt er außerdem den Bayrischen Buchpreis 2024 und stand auf der Shortlist für den Sachbuchpreis des Norddeutschen Rundfunks.
Gemeinsames und Kurioses unter den Sprachen Europas
Wir machen uns auf eine Rundreise durch die Eurolinguistik, jene Wissenschaft, die nach den Gemeinsamkeiten unter den Sprachen Europas sucht.
Wir durchstreifen die Gebiete Wortschatz, Grammatik, Aussprache, Schreibung und Kommunikationsgepflogenheiten.
Wie drückt sich die europäische Sichtweise im Wortschatz aus? Aus welchen Sprachen haben die Europäer gerne Wörter übernommen?
Welche typischen Grammatik-, Aussprache- und Schreibkonventionen gibt es? Welche Gepflogenheiten gibt es beim Austausch miteinander?
Und: auf welche Kuriositäten stoßen wir?
Joachim Grzega ist einer der führenden Eurolinguisten.
Er leitet an der VHS Donauwörth den Projektbereich “Innovative Europäische Sprachlehre (InES)” und lehrt an der Universität Eichstätt.
Götz Aly: Wie konnte das geschehen? Deutschland zwischen 1933 bis 1945
Götz Aly zählt zu den bekanntesten Autoren zur Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocaust. In seinem 2025 erschienenen Buch „Wie konnte das geschehen? Deutschland 1933-1945“ widmet sich Aly den Herrschaftsmethoden, mit denen die NS-Machthaber Millionen Deutsche in gefügige Vollstrecker oder in vom Krieg abgestumpfte Mitmacher verwandelten – und von denen nicht wenige beängstigend aktuell sind.
Denn in einer schweren Krise wurde die NSDAP 1932 zur mit Abstand stärksten Partei gewählt. Bald konnte sie die Macht übernehmen und auf wachsende gesellschaftliche Zustimmung bauen. Hitler brauchte den Krieg – das Volk fürchtete sich davor. Dennoch terrorisierten schließlich 18 Millionen deutsche Soldaten Europa. Wie kam es dazu? Warum beteiligten sich Hunderttausende an beispiellosen Massenmorden?
Die Antwort ist vielschichtig. Die NSDAP versprach den Deutschen Aufstieg und Wohlstand, zugleich hielt man die Menschen in Bewegung, keine Atempause, keine Zeit zum Nachdenken, so ging es Richtung Krieg. Als der Glaube an einen Sieg nachließ, wurde aus der Volksgemeinschaft eine Verbrechensgemeinschaft. Jeder konnte wissen, welche Schuld die Deutschen auf sich luden, die Angst vor dem, was nach einer Niederlage geschehen würde, wurde bewusst geschürt.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Bündnis „Warendorf zeigt klare Kante“ statt.
Zum Autor
Götz Aly ist Historiker und Journalist. Er arbeitete für die »taz«, die »Berliner Zeitung« und als Gastprofessor. Seine Bücher werden in viele Sprachen übersetzt. 2002 erhielt er den Heinrich-Mann-Preis, 2003 den Marion-Samuel-Preis, 2012 den Ludwig-Börne-Preis. Bei S. Fischer erschienen von ihm u.a. 2011 »Warum die Deutschen? Warum die Juden? Gleichheit, Neid und Rassenhass 1800-1933« sowie 2013 »Die Belasteten. ›Euthanasie‹ 1939-1945. Eine Gesellschaftsgeschichte«. Im Februar 2017 erschien seine große Studie über die europäische Geschichte von Antisemitismus und Holocaust »Europa gegen die Juden 1880–1945«. Für dieses Buch erhielt er 2018 den Geschwister-Scholl-Preis.
Preise:
Heinrich-Mann-Preis für Essayistik der Akademie der Künste Berlin 2002
Marion-Samuel-Preis 2003
Bundesverdienstkreuz am Bande 2007
National Jewish Book Award, USA 2007
Ludwig-Börne-Preis 2012
Estrongo Nachama Preis für Zivilcourage und Toleranz 2018
Geschwister-Scholl-Preis 2018
Studienfahrt zur Wewelsburg in Büren
Am Samstag, den 7. November 2027, bietet die Volkshochschule eine Studienfahrt zur Wewelsburg bei Büren an. Die markante, dreieckige Burganlage ist heute eine zentrale Erinnerungs- und Gedenkstätte und ein bedeutender Lernort zur Geschichte des Nationalsozialismus.
Die Wewelsburg steht exemplarisch für die Verflechtung von Ideologie und Gewalt: Einerseits planten die Nationalsozialisten hier ein ideologisches Zentrum der SS, andererseits entstand in unmittelbarer Nähe ein Konzentrationslager. Als Ort der Täter wie der Opfer eröffnet die Wewelsburg einen eindringlichen Zugang zur Geschichte des NS-Regimes.
Im Mittelpunkt des Besuchs steht die Dauerausstellung „Ideologie und Terror der SS“, die auf über 850 m² die Geschichte der Wewelsburg im Nationalsozialismus umfassend dokumentiert. Sie verknüpft lokale Ereignisse mit übergeordneten historischen Zusammenhängen und macht die Mechanismen von Herrschaft, Propaganda und Verfolgung anschaulich nachvollziehbar.
Eine fachkundige Führung begleitet die Gruppe durch die Ausstellung. Darüber hinaus werden Perspektiven eröffnet, sich vertieft mit Einzelschicksalen auseinanderzusetzen: Wer waren die Menschen, die hier wirkten – als Täter oder als Opfer? Biografische Zugänge ermöglichen es, individuelle Lebenswege nachzuvollziehen und historische Entwicklungen besser zu verstehen.
Neben dem geführten Programm bleibt Zeit für eigene Erkundungen sowie für Austausch und Diskussion in der Gruppe.
Die Studienfahrt richtet sich an alle, die sich für Geschichte und politische Bildung interessieren und sich intensiv mit Fragen von Verantwortung, Erinnerungskultur und demokratischen Werten auseinandersetzen möchten.
Es handelt sich bei der Studienfahrt um eine Kooperation der VHS Warendorf mit der VHS Reckenberg-Ems.
Gebühr: 30,- € p. P.
Leistungen:
·Busfahrt ab Warendorf Bahnhof über Rheda-Wiedenbrück nach Büren/Wewelsburg und zurück
·Eintritt und Führung in der Wewelsburg
·Begleitung durch die Volkshochschule
8:30 Uhr ab Warendorf Bahnhof. Die Rückkehr ist für ca. 19 Uhr geplant.
Trump und die MAGA-Bewegung
"Gibt es einen Trumpismus ohne Trump?
Wie wird sich die MAGA-Bewegung angesichts der immer eklatanter werdenden Führungsschwäche des alternden Präsidenten weiterentwickeln?
Wie sieht es in der MAGA-Bewegung intern aus?
Der Vortrag zeichnet ein Innenbild der rivalisierenden Strömungen der trumpistischen Szene in den USA im Umfeld der anstehenden Zwischenwahlen und analysiert die Stärkeverhältnisse innerhalb der rechten Szene in den USA."
Michael Hochgeschwender lehrt Nordamerikanische Kulturgeschichte, Empirische Kulturforschung und Kulturanthropologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Prof. Dr. Alexander Bosse: Schillers Schädel – eine Spurensuche
Alles begann 21 Jahre nach Schillers Tod (9. Mai 1805). Am 13. März 1826 steigt Weimars Bürgermeister Carl Leberecht Schwabe in das „Landschafts-Cassen Leichengewölbe“ auf dem Jacobs-Friedhof. Er sucht die Nr. 52, das ist der Sarg mit Schillers Gebeinen. Da er scheitert, birgt er nach mehreren Grabungen 23 Schädel. Bürgermeister Schwabe erkennt in dem größten Schädel den Friedrich Schillers.
Der Schädel wird schließlich in der Großherzoglichen Bibliothek aufbewahrt, in einem dafür angefertigten, verschließbaren Behälter. Doch es entwickelte sich ein Gelehrtenstreit um die Echtheit des Schädels, der bis in die Jetzt-Zeit reicht. Denn zuletzt sollte eine DNA-Analyse klären, welcher Schädel der echte Schädel von Friedrich von Schiller ist.
In seinem Vortrag stellt Prof. Dr. Alexander Bosse, Pathologe und Telgter Neubürger, die interessanten Details des Streits um Schillers Schädel vor.
Los geht es um 19 Uhr.
Zum Hintergrund:
Schiller, geboren am 10.11.1759, gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker, Lyriker und Essayisten („Die Räuber“, „Kabale und Liebe“, „Wilhelm Tell“, „Das Lied von der Glocke“ etc.). Er starb am 09. Mai 180ß5 im Alter von 45 Jahren an einer akuten Lungenentzündung. Schillers Leichnam wurde zunächst im Kassengewölbe auf dem Jacobsfriedhof Weimar beigesetzt. 1826 sollten seine Gebeine geborgen werden. Allerdings war die klare Identifikation nicht mehr möglich. Darum brachte man diejenigen Gebeine, die am ehesten in Frage kamen, in die Herzogin Anna Amalia Bibliothek. Im Herbst 1826 entlieh sich Goethe von dort heimlich den Schädel. Nur seinen Freund Wilhelm von Humboldt weihte er ein, der es jedoch weitererzählte. Im Anblick des Schädels schrieb Goethe das Gedicht „Bei Betrachtung von Schillers Schädel“. Die sterblichen Überreste wurden am 16. Dezember 1827 in die Fürstengruft auf dem neuen Weimarer Friedhof überführt, wo später auch Goethe auf eigenen Wunsch „an Schillers Seite“ bestattet wurde. 1911 wurde ein weiterer Schädel gefunden, der ebenfalls Schiller zugeschrieben wurde. Jahrelang stritt man, welcher der richtige sei.
Zum Referenten:
Herr Prof. Dr. med. Alexander Bosse wurde 1952 in Bramsche/ Niedersachsen geboren. Er studierte in Münster Medizin und wurde hier wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Pathologie der Universität in Münster. Weitere Stationen waren die Ruhr-Universität in Bochum, wo er sich über ein osteologisches Thema habilitierte. Im Jahre 1997 folgte er dem Ruf auf eine ordentliche Professur an der RWTH Aachen mit eigenständiger Vertretung des Facharztgebietes Pathologie-Zytopathologie. Im Jahre 1998 wurde er Ärztlicher Direktor am Institut für Pathologie des Klinikums Stuttgart - Katharinenhospital. Das Institut ist verantwortlich für die pathologischen Leistungen der Häuser des Klinikum Stuttgart, daneben werden weitere Krankenhäuser der Region mit diagnostischen Leistungen versorgt. Es wird die gesamte morphologische Diagnostik bei Berücksichtigung sämtlicher innovativer diagnostischer Möglichkeiten der Pathologie durchgeführt. Dabei kommt der molekularen
Diagnostik (Molekulare Forensik, molekulare (Paleo-)Pathologie) mit einer akkreditierten Abteilung im Sinne einer Zentrumsfunktion für den Stuttgarter Raum eine wesentliche Bedeutung zu.
Seit kurzem wohnt er in Telgte.
Schöner streiten – Mitmach-Workshop zum Debattieren
Wie gelingt es, kontroverse Themen fair, respektvoll und überzeugend zu diskutieren? In unserem interaktiven Workshop „Schöner streiten“ lernen wir gemeinsam, wie konstruktives Debattieren funktioniert – gerade auch dann, wenn die Meinungen auseinandergehen.
Im Mittelpunkt steht – anders als bei Debattierwettbewerben - nicht das Training klassischer Rhetoriktechniken, um den „Gegner“ zu besiegen. Stattdessen soll das Format dazu dienen, andere Perspektiven besser zu verstehen und Gespräche mit unterschiedlichen Ansichten und sich widersprechenden Argumenten sachlich und auf Augenhöhe führen zu können.
„Schöner streiten“ ist ein Mitmachformat: Sie sind ausdrücklich aufgefordert, Ihre Erfahrungen, Fragen und Sichtweisen aktiv einzubringen!
Lernziele des Workshops
Der Workshop stärkt zentrale Kompetenzen politischer Bildung in verdichteter Form. Die Teilnehmenden:
·schärfen ihre Urteilsfähigkeit durch reflektierte Meinungsbildung und differenziertes Abwägen von Argumenten
·erweitern ihre Perspektivenkompetenz und fördern Toleranz gegenüber pluralen Sichtweisen
·vertiefen ihre argumentative Präzision sowie den kritischen Umgang mit Begründungen und Fehlschlüssen
·erproben einen souveränen Umgang mit Kontroversen und reflektieren Dynamiken öffentlicher Auseinandersetzung
·festigen demokratische Grundhaltungen wie Respekt, Fairness und Anerkennung von Meinungsvielfalt
Anhand einer exemplarischer Debattenfrage – die z.B. alltagsnahe Regelungen oder auch grundsätzliche politische Entscheidungen betreffen kann – wird das Argumentieren praxisnah und in der unmittelbaren Auseinandersetzung geübt.
Die Veranstaltung ist ein Format der politischen Bildung und wird von der VHS Warendorf in Kooperation mit dem Demokratietreff Telgte angeboten.
Um Anmeldung wird gebeten, damit wir den Workshop optimal planen können. Wir freuen uns auf einen anregenden Austausch!
Franz Kafka und Prag
Prag, die Hauptstadt Böhmens, war um 1900 durchaus nicht das gemütliche k.u.k.-Reservat, das sich heutige Touristen gerne vorstellen.
Die Stadt war geprägt von sich zuspitzenden nationalen Gegensätzen zwischen Tschechen und Deutschen, was vor allem die jüdische Bevölkerung in eine prekäre Lage versetzte.
Aber auch das Tempo, mit dem eine Vielzahl technischer Innovationen innerhalb weniger Jahre durchgesetzt wurde, ließ bei vielen Bewohnern das Gefühl aufkommen, am Ende einer Epoche zu stehen.
Sehr genau registrierte Kafka die unheimliche Faszination dieser Herausforderung: Telefone, Diktiergeräte, nächtlich beleuchtete Straßen, elektrische Trams und nicht zuletzt Kinos veränderten auch seinen Alltag.
Dr. Reiner Stach studierte Philosophie, Literaturwissenschaft und Mathematik.
1987 erschien seine Monographie ›Kafkas erotischer Mythos‹. 1999 gestaltete Stach die Ausstellung ›Kafkas Braut‹, in der er den Nachlass Felice Bauers präsentierte, den er in den USA entdeckt hatte.
2002 und 2008 erschienen die ersten beiden Bände der hochgelobten dreiteiligen Kafka-Biographie. 2008 wurde Reiner Stach für ›Kafka: Die Jahre der Erkenntnis‹ mit dem Sonderpreis zum Heimito-von-Doderer-Literaturpreis ausgezeichnet.
Für sein herausragendes Gesamtwerk auf dem Feld der literarischen Biographik erhielt er 2016 den Joseph-Breitbach-Preis.
„Die Möllner Briefe“ – Filmabend & Gespräch mit Ibrahim Arslan
"Die Möllner Briefe" (internationaler Titel The Moelln Letters) ist ein Dokumentarfilm der Regisseurin Martina Priessner. Der Film thematisiert den rassistischen Brandanschlag von Mölln im Jahr 1992, bei dem drei Menschen ums Leben kamen, und verfolgt die Geschichte von İbrahim Arslan, einem Überlebenden des Anschlags. Arslan erfuhr erst 2019 von den „Möllner Briefen“, in denen Hunderte von Menschen ihre Anteilnahme und Solidarität mit den Opfern des Anschlags ausdrückten. Der Film folgt Arslans Spurensuche nach den Verfassern dieser Briefe und untersucht die Bedeutung der Erinnerung an den Anschlag sowie die Lücken in der deutschen Erinnerungskultur. Anlässlich der 75. Berlinale feierte der Film im Jahr 2025 in der Sektion Panorama seine Weltpremiere.
Die „Möllner Briefe“ gelten als ein besonderes Zeitzeugnis der deutschen Geschichte und wurden in die Sammlung des Dokumentationszentrums und Museums über die Migration in Deutschland (DOMiD) aufgenommen. Sie dokumentieren das Entsetzen der Zivilgesellschaft über die rassistischen Brandanschläge Anfang der 1990er Jahre und das Mitgefühl mit den Betroffenen. Durch die Archivierung und Digitalisierung bei DOMiD werden die Briefe künftig der Forschung zugänglich gemacht, unter Wahrung der Persönlichkeitsrechte.[1]
Am 20.11.2026 wird aufgrund der Initiative des DemokratieTreffs Telgte in Kooperation mit der VHS Warendorf und dem Museum Religio der Dokumentarfilm gezeigt. Zeitzeuge und Betroffener Ibrahim Arslan wird dabei persönlich vor Ort sein und für Fragen sowie den Austausch zur Verfügung stehen.
Notfallvorsorge und Katastrophenschutz
Wie gut sind Sie auf einen Notfall vorbereitet? Ob Stromausfall, Extremwetter oder andere Krisensituationen – jede*r kann plötzlich betroffen sein. Umso wichtiger ist es, vorbereitet zu sein und im Ernstfall besonnen handeln zu können.
Die Stadt Warendorf lädt gemeinsam mit der VHS Warendorf zu einem Infoabend ein. Hier wird die Schulungsreihe zum Themenkomplex „Notfallvorsorge und Katastrophenschutz“ vorgestellt, die ab Januar 2027 zum zweiten Mal in Warendorf durchgeführt wird.
Ziel dieses Angebots ist es, Bürger*innen dazu zu befähigen, in Notfällen und bei Katastrophen sicher und wirksam zu handeln. Neben fundiertem Wissen über richtiges Verhalten geht es auch darum, Eigenverantwortung zu übernehmen und andere unterstützen zu können.
Ein Blick auf die aktuelle weltpolitische Lage zeigt: Notfallvorsorge ist kein Randthema, sondern betrifft uns alle. Das neue Schulungsangebot soll helfen, dieses Bewusstsein nachhaltig zu stärken.
Der Infoabend findet am 25.11.2026 in der Aula der VHS Warendorf statt. Die Teilnahme bietet Ihnen die Möglichkeit, Inhalte, Ablauf und Ziele der Schulung kennenzulernen sowie Fragen direkt zu klären. Eine Teilnahme am Infoabend ist jedoch ausdrücklich keine Voraussetzung zur Teilnahme an der Schulung.
Der kostenfreie Infoabend wird gemeinsam von Frank Sölken, Amtsleiter und Leiter der Feuerwehr Warendorf und Dr. Mareike Beer, Leiterin der VHS Warendorf gestaltet.
Albrecht von Lucke: Das Ende der Welt, wie wir sie kannten - Deutschland zwischen globalen Krisen und neuer Machtpolitik
Das Jahr 2026 ist von tiefgreifenden Umbrüchen geprägt – innen- wie außenpolitisch.
In der Innenpolitik endet die Statik der alten Bundesrepublik, die stets von einem Wechsel von rechter und linker Mitte geprägt war. Der neue Herausforderer und die – nicht mehr nur im Osten – stärkste Kraft heißt AfD. Das ändert alles und setzt die alten Volksparteien massiv unter Druck. Die Landtagswahlen im September 2026 werfen drängende Fragen auf, zur Zukunft der Demokratie und zum Umgang mit radikalen Strömungen.
Außenpolitisch hat der eskalierende Konflikt um den Iran die Energieversorgung zu einer Waffe gemacht und damit die internationale Ordnung enorm destabilisiert. Gleichzeitig stellt die Präsidentschaft Donald Trumps das transatlantische Verhältnis weiter massiv in Frage – auch bereits mit Blick auf die so wichtigen Zwischenwahlen in den USA am 3. November. Und während sich Europa „dank Trump“ zunehmend gezwungen sieht, eigenständiger zu handeln, geht Russlands Krieg gegen die Ukraine unvermindert weiter.
Mit Blick auf 2027 stehen somit entscheidende Weichenstellungen bevor: Wie kann Europa auf die sich zuspitzenden globalen Konflikte reagieren, vor allem angesichts einer neuen, dann vielleicht sogar rechtsradikalen Präsidentschaft in Frankreich? Wird es dem Kontinent trotzdem gelingen, sicherheitspolitisch unabhängiger zu werden? Und welche Lehren zieht Deutschland aus einem Jahr massiver innenpolitischer Spannungen und internationaler Krisen – wenn denn seine Regierung am Ende des Jahres überhaupt noch eine Zukunft hat?
Über diese Entwicklungen, ihre Hintergründe und möglichen Konsequenzen spricht und diskutiert mit Ihnen Albrecht von Lucke. Der Jurist und Politikwissenschaftler wurde 1967 in Ingelheim am Rhein geboren. Seit 1989 lebt er in Berlin, seit 2003 ist er Redakteur der renommierten Monatszeitschrift „Blätter für deutsche und internationale Politik“. Darüber hinaus ist er regelmäßiger Gast in Hörfunk und Fernsehen, unter anderem im ARD-Presseclub, in der Phönix-Runde sowie bei politischen Talkformaten. Für seine publizistische Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Lessing-Förderpreis für Kritik und dem Otto-Brenner-Preis „Spezial“.
Dazu spricht und diskutiert mit Ihnen am 27.11.2026 Albrecht von Lucke.
Der Jurist und Politikwissenschaftler wurde 1967 in Ingelheim am Rhein geboren. Seit 1989 lebt er in Berlin, seit 2003 ist er Redakteur der renommierten Monatszeitschrift „Blätter für deutsche und internationale Politik“. Darüber hinaus ist er regelmäßiger Gast in Hörfunk und Fernsehen, u.a. im ARD-Presseclub, in der Phönix-Runde, bei Maybrit Illner, Sandra Maischberger und Caren Miosga. 2014 wurde Albrecht von Lucke mit dem Lessing-Förderpreis für Kritik ausgezeichnet, 2018 mit dem Otto-Brenner-Preis „Spezial“.
Bereits im November 2025 war von Lucke zu Gast in der VHS Warendorf – nun können wir genau ein Jahr später den Gesprächsfaden wieder aufgreifen und eine Bilanz ziehen sowie einen Ausblick ins neue Jahr 2027 wagen.
Not am Mann. Die Erfindung toxischer Männlichkeit
Not am Mann. Die Erfindung toxischer Männlichkeit
Was passiert, wenn eine Gesellschaft aufhört, Männern Geschichten zu erzählen, in denen sie sich wiederfinden können?
In diesem Vortrag analysiert Eva Ladipo, wie Popkultur, Politik und Medien ein Vakuum hinterlassen haben, das rechte Influencer, toxische Männerforen und autoritäre Rollenvorbilder wie Trump oder Musk füllen.
Zwischen Kinoleinwand und Kommentarspalten, zwischen #MeToo und der AfD wird deutlich: Wer über Männlichkeit nicht spricht, überlässt das Feld denen, die sie am liebsten in Machtfantasien und Frauenhass konservieren möchten.
Eva Ladipo studierte Politische Wissenschaften in Cambridge und promovierte über das russische Steuersystem.
Die Journalistin arbeitete als Redakteurin, Ressortleiterin und Korrespondentin bei der FAZ, der Financial Times Deutschland, Vanity Fair, Financial Times und Die Welt.
Sie hat in Russland, Kolumbien und in den USA gearbeitet, bevor sie in Großbritannien gelandet ist. Bei Reclam ist 2026 das Buch „Not am Mann“ erschienen.
Azubi-Studienfahrt nach Düsseldorf
Beim Angebot handelt es sich um eine Studienfahrt in die Landeshauptstadt Düsseldorf. Die Dauer ist auf drei Tage mit zwei Übernachtungen im Einzelzimmer im B&B HOTEL Düsseldorf-City vom 2. bis 4. Dezember 2026 angelegt.
Ein zentrales Ziel der Fahrt besteht in der Förderung von Demokratiekompetenz und Zivilcourage.
Die Teilnehmenden werden angeregt, sich mit aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen auseinanderzusetzen und Parallelen zu historischen Entwicklungen zu erkennen – etwa im Hinblick auf gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Populismus oder Extremismus. Die Auszubildende sollen gestärkt werden, sich im Berufs- und Privatleben gegen demokratie-feindliche Tendenzen zu positionieren.
Ziel ist es, den Auszubildenden nicht nur (historische) Fakten zu vermitteln, sondern sie zu einem reflektierten Umgang mit Geschichte und Gegenwart zu befähigen. Außerdem sollen sie für Alltagsrassismus, Unrecht, autoritäre Strukturen und Ausgrenzung sensibilisiert werden. Sie sollen erkennen, dass demokratische Systeme keine Selbstverständlichkeiten sind, sondern aktiv verteidigt und gelebt werden müssen.
Gefördert wird die Fahrt über das Förderprogramm „Demokratie leben lernen“ des Kreises Warendorf.
Die nachfolgend aufgeführten Programmpunkte sind für die Teilnehmenden daher kostenfrei.
Programm der Studienfahrt
Mittwoch, 02.12.2026
Anreise per Bahn
Besuch der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf e.V.
Mittagessen im Palito
“Die Spur des Geldes.” Ein interaktiver Stadtrundgang (angefragt)
gemeinsames Abendessen
Donnerstag, 03.12.2026
Workshop “Jüdisches Leben heute” bei SABRA, in Kooperation mit der “Alten Synagoge Essen”
Besuch der Synagoge Düsseldorf
Mittagessen in “Die Kurve” (jüdisches Restaurant)
Führung im “Haus der Parlamentsgeschichte”
Ab ca. 17:30 Uhr Zeit zur freien Verfügung
Freitag, 04.12.2026
Besichtigung des Landtages mit Abgeordnetengespräch (Hedwig Tarner, MdL)
Essen im Landtagsrestaurant, danach Abreise
Informationen zur Anmeldung
Kommunen können ihre Auszubildenden ab sofort direkt bei der VHS Warendorf anmelden – eine Anmeldung durch die Auszubildenden selbst ist aber ebenso möglich. Wichtig ist in jedem Falle: Wir benötigen den vollständigen Namen, die Anschrift, das Geburtsdatum, die Mobilnummer und eine Mailadresse sowie die Kommune, bei der der/die Auszubildende seine/ihre Ausbildung absolviert. Die Anmeldung zur Studienfahrt erfolgt über die VHS Warendorf per Mail an post@vhs-warendorf.de
Die Bauern waren nicht überrascht. Pandemische Geschichte auf dem Lande: Das Beispiel Schweinepest
Die Verwunderung war groß, als die Corona-Pandemie die Welt im März 2020 in den Lockdown zwang: So etwas hatte man noch nie erlebt.
Für alle, die in der Landwirtschaft mit Tieren zu tun haben, ist das Leben mit potentiell katastrophalen Krankheitserregern jedoch seit Jahrzehnten betriebliche Normalität.
Der Vortrag bietet anhand des Beispiels der Schweinepest einen Überblick über den Umgang mit Tierseuchen vom 19.
Jahrhundert bis heute und fragt nach den Veränderungen für Menschen und Tiere.
Dabei entsteht ein neues Bild von Landwirtschaft in der Moderne: Agrarproduktion als ständige Auseinandersetzung mit Krisen, die einfach nicht verschwinden wollen.
Frank Uekötter lehrt Technik- und Umweltgeschichte an der Universität Bochum.
ONKeL fISCH blickt zurück - Der satirische Jahresrückblick
Der satirische Jahresrückblick mit dem Witzigsten aus 2026
Zum elften Mal geht das Satire-Duo ONKeL fISCH mit seiner furiosen Jahresrücksblicksshow auf lange Tour durch die Theater der Republik.
Mit ihrer virtuosen Mischung aus anspruchsvollen Inhalten, bissiger Analyse und hemmungsloser Komik wird 2026 auf links gedreht.
Das ganze Jahr prasselt Schlagzeile auf Schlagzeile auf uns ein. Das Nachrichten-Dauerfeuer kennt scheinbar keine Pause – ONKeL fISCH helfen beim Durchatmen mit einer gut geölten Humormassage nebst Satire-Wellness. So macht das gemeinsame Zurückblicken einfach Spaß. Ganz nach dem Motto: Aufregen?! Auf Regen folgt Sonnenschein.
Doch es ist anzunehmen, dass ONKeL fISCH die Witze gar nicht selber schreiben müssen - die macht das Jahr von ganz alleine!
ONKeL fISCH präsentieren 365 Tage in 120 atemlosen Minuten: Hier wird nach Herzenslust gespottet, gelobt, geschimpft, gesungen und getanzt. Action-Kabarett direkt aus den kreativen Köpfen zweier preisgekrönter und erfahrener „Meister der Kleinkunst“ (Main Echo).
Es handelt sich um eine Kooperationsveranstaltung von VHS Warendorf und dem Theater am Wall. Tickets gibt es je nach Sitzplatz für 20,- €, 26,- € und 28,- € nur über die Homepage des Theaters am Wall oder an der Abendkasse.
Beginn des Vorverkaufs: 7.9.2026, Tickets dann über www.theateramwall.de erhältlich.
Kurzvita:
Das Duo ONKeL fISCH gründete sich 1994.
Adrian Engels und Markus Riedinger haben seitdem nicht nur hunderte Bühnen in ganz Deutschland abgerissen, sondern auch Radiohörer mit tausenden Sketchen begeistert (WDR 2, WDR 5, SWR 3, Eins Live, HR 3, u.v.a.) und Fernsehsendungen (Nightwash, Stratmann's, SWR Late Night u.v.a.) bereichert, geschrieben und selbst produziert.
Das WDR-Fernsehen hat drei Programme von ONKeL fISCH aufgezeichnet, sie haben 10 CDs veröffentlicht und ein Buch geschrieben. Sie gewannen allerhand Preise. Und weil sie von Mutter Natur mit einer Extraportion Energie und verrücktem Einfallsreichtum beschenkt wurden, können sie auch einfach nicht damit aufhören.
Preise (Auswahl):
„Goldener Dajeh“ 2018 (1. Platz der Eifel-Kulturtage)
„Deutscher Kabarett-Preis“ 2017 (Sonderpreis)
„Gaul von Niedersachsen“ 2017
Melsunger Kabarettwettbewerb um die „Scharfe Barte“ 2017 (1. Platz)
Kabarettwettbewerb um die „Lüdenscheider Lüsterklemme“ 2017 (1. Platz)
„Stuttgarter Besen“ 2016 (Publikumspreis)
Pressezitate zu „ONKeL fISCH blickt zurück“
„Onkel Fisch beherrschen ihr komisches Handwerk schlicht famos.“ - Frankfurter Allgemeine Zeitung
„Vor lauter Lachen kam man kaum zum Klatschen.“ - Bonner Generalanzeiger
„Was ONKeL fISCH bieten ist politische Satire vom Allerfeinsten, inhaltlich tiefgründig, messerscharf analysiert. Choreographierte Komik mit ungebremstem Bewegungsdrang, ein intelligentes Spaßspektakel, ein Aufklärungstrip auf hohem Unterhaltungsniveau.“ - Badisches Tagblatt
„Mit hohem Tempo und vollem Körpereinsatz stichelt sich das Duo bestens gelaunt durch die Monate. Exakt platzierte Satire.“ – Kölner Rundschau
„Ein Glücksfall für das Publikum, auch wenn einem manchmal das Lachen im Halse stecken bleiben
möchte.“ - Ludwigsburger Kreiszeitung
„Selten bekommt man einen so temporeichen, witzigen und politisch aufklärerischen Jahresrückblick geboten. Ein Jahresrückblick der besonderen Art.“ - Schwarzwälder Bote